Private-Equity-Investoren schütten 2025 so viel Kapital aus wie nie zuvor. Mega-Deals treiben das Transaktionsvolumen auf Höchstwerte, während sich die Bewertungslücke zwischen Käufern und Verkäufern endlich schließt.
Das globale Private-Equity-Deployment erreichte 2025 mit 905 Milliarden US-Dollar ein historisches Hoch - ein Anstieg von 57 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Laut der aktuellen EY Private Equity Pulse Q4 2025-Analyse wurden allein 13 Mega-Deals mit einem Volumen von jeweils über zehn Milliarden Dollar abgeschlossen, der höchste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen. Die Anzahl der Transaktionen stieg um 15 Prozent, was auf eine breit angelegte Wiederbelebung der Branche hindeutet. Stabilisierende Zinssätze, nachlassende Inflation und verbesserte makroökonomische Sichtbarkeit ermöglichten es Käufern und Verkäufern, ihre Preisvorstellungen wieder anzugleichen. Ivan Lehon, EY Global Private Equity Leader, kommentiert: „2025 hat gezeigt, was passiert, wenn Vertrauen, Liquidität und Klarheit gleichzeitig zurückkehren. Sponsoren handelten entschlossen und konzentrierten sich auf weniger, aber größere und qualitativ hochwertigere Gelegenheiten.“
Parallel zum Deployment-Rekord beschleunigte sich auch die Exit-Aktivität deutlich. Der Gesamtwert der Exits stieg um über 50 Prozent, getrieben durch verstärkte strategische Käufe und eine schrittweise Wiedereröffnung des IPO-Fensters. Trade Sales erreichten 481 Milliarden Dollar, ein Plus von mehr als 75 Prozent. Secondaries kletterten auf 217 Milliarden Dollar, unterstützt durch über 1,6 Billionen Dollar an Dry Powder. PE-gestützte IPOs verdreifachten ihren Wert in der zweiten Jahreshälfte 2025 nahezu auf 28,1 Milliarden Dollar. Unternehmenskäufer führten die Erholung an, angetrieben durch strategische Nachfrage nach Skalierung, Technologie und operativen Fähigkeiten. Peter Witte, EY Global Private Equity Analyst Lead, erklärt: „Die Wiederbelebung der Exits, insbesondere an strategische Käufer, ist eine der bedeutendsten Entwicklungen für die Branche. Sie setzt lang aufgestaute Liquidität frei und gibt GPs das nötige Vertrauen, um wieder auf den Markt zu gehen.“
Die Stimmung unter Fund Managern für 2026 ist so positiv wie seit zwei Jahren nicht mehr. Laut EY-Umfrage erwarten 80 Prozent der GPs eine Zunahme der Akquisitionsaktivität, während 72 Prozent mit steigenden Exits rechnen - der höchste Wert seit Beginn der Erhebung. Fast die Hälfte der Befragten geht davon aus, dass die 2025er Vintage-Deals besser abschneiden werden als jene aus 2023 und 2024. KI-gestützte Geschäftsmodelle und digitale Infrastruktur gelten als attraktivste Investmentthemen. Lehon resümiert: Obwohl geopolitische Risiken bestehen bleiben, deutet die Mehrheit der Indikatoren darauf hin, dass PE mit stärkerer Dynamik, besserer Abstimmung und gesteigerter Überzeugung in die Wertschöpfung ins Jahr 2026 startet.




