Angesichts sinkender Ergebnisbeiträge aus dem Kerngeschäft mit VW und Porsche AG diversifiziert die Porsche SE ihr Portfolio und setzt künftig gezielt auf europäische Verteidigungstechnologie.
Die von den Familien Porsche und Piëch kontrollierte Porsche SE beteiligt sich mit 100 Millionen Euro am neu aufgelegten DTCP Defense Fund. Mit dem Schritt sichert sich die Holding Zugang zu europäischen Technologie-Startups im Verteidigungs- und Sicherheitsbereich, den sie als Wachstumsfeld mit erheblichem Potenzial bewertet. Weitere direkte und partnerschaftliche Investments in dem Segment sollen folgen. Der Hintergrund: Das bereinigte Konzernergebnis der Porsche SE sank 2025 um rund 9 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro, getrieben von einem halbierten operativen Gewinn bei Volkswagen und einem Absatzrückgang bei der Porsche AG.
Während die großen Kernbeteiligungen belasteten, lieferten die zahlreichen kleineren Portfoliounternehmen 2025 erstmals einen nennenswerten Ergebnisbeitrag von insgesamt 193 Millionen Euro. Allen voran der Drohnenhersteller Quantum Systems, der allein 114 Millionen Euro beisteuerte. Sechs Portfoliounternehmen haben mittlerweile den Einhorn-Status erreicht. CEO Hans Dieter Pötsch bezeichnete das Beteiligungsnetzwerk als zentrales strategisches Asset der Holding. Die Dividende für 2025 wird auf 1,51 Euro je Vorzugsaktie gesenkt; für 2026 erwartet das Unternehmen ein bereinigtes Konzernergebnis zwischen 1,5 und 3,5 Milliarden Euro.




