Abel eröffnet Strafrechts-Boutique

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March 1, 2026
01.03.2026
2 Minuten Lesezeit

Die langjährige Counsel von Krause & Kollegen macht sich in Berlin selbstständig. Die Wirtschaftsstrafrechtlerin will Führungskräfte und Unternehmen vor Gericht vertreten.

Von der Kanzlei in die Eigenständigkeit

Der Schritt war offenbar reif. Nina Abel hat ihre Position bei der Berliner Strafrechtsboutique Krause & Kollegen aufgegeben und firmiert seit Februar unter eigenem Namen. Mit 35 Jahren wagt sie den Sprung in die Selbstständigkeit und bleibt dabei ihrem Fachgebiet treu: Wirtschaftsstrafrecht in allen Facetten. In den vergangenen sechs Jahren baute Abel ein beachtliches Portfolio auf. Sie verteidigte Bankvorstände, Klinikchefs, Steuerberater und Führungskräfte aus verschiedenen Industrien gegen strafrechtliche Vorwürfe. Die Verfahren führten sie quer durch die Republik vor Wirtschaftsstrafkammern. Abrechnungsbetrug, Steuerhinterziehung, Geldwäsche: Abel kennt die typischen Anklagepunkte, mit denen sich Manager konfrontiert sehen.

Prozesse mit Volumen

Ihre Hauptverhandlungserfahrung sammelte die Juristin in komplexen Großverfahren. Solche Prozesse ziehen sich oft über Monate, erfordern die Durchdringung tausender Aktenseiten und verlangen taktisches Geschick vor der Kammer. Genau diese Expertise bringt Abel nun in ihre eigene Praxis ein. Nicht nur Einzelpersonen gehörten zu ihrem Klientel. Abel unterstützte auch Organisationen bei heiklen Fragen. DAX-Konzerne, große Krankenhausträger, Mittelständler und junge Technologiefirmen holten sie hinzu, wenn es um Bußgeldverfahren, interne Ermittlungen oder die Gestaltung von Compliance-Strukturen ging.

Erfahrung jenseits des Gerichtssaals

Ein besonderer Aspekt ihrer Laufbahn: Abel begleitete Zeugen in mehreren parlamentarischen Untersuchungsausschüssen. Solche Gremien folgen eigenen Regeln und erfordern ein Gespür für politische Dynamiken. Wer dort als Beistand agiert, muss mehr mitbringen als juristisches Handwerk. In ihrer neuen Kanzlei will Abel Mandanten durch alle Phasen begleiten, von der ersten Vorladung über Ermittlungsverfahren bis zum Urteil. Die Spezialisierung bleibt eng, der Anspruch hoch. Berlin bekommt damit eine weitere Adresse für Wirtschaftsstrafrecht mit persönlicher Betreuung.