Die beiden Kanzleien haben ihren Zusammenschluss vollzogen. Mit über 3.000 Anwältinnen und Anwälten an 52 Standorten zählt die neue Einheit zu den zwanzig größten der Welt.
Bevor die Branche die jüngste Verschmelzung verdaut hat, kündigt sich schon die nächste an. Zum 1. Juli wollen Hogan Lovells und Cadwalader, Wickersham & Taft ihre Schritte vereinen. Der neue Firmenname Hogan Lovells Cadwalader kombiniert beide Häuser und tritt mit einem Jahresumsatz von etwa 3,6 Milliarden Dollar an. Damit positioniert sich die Konstellation unter den fünf größten Wirtschaftskanzleien weltweit.
Ein paar Tage zuvor war bereits eine andere Verbindung perfekt geworden. Ashurst und Perkins Coie firmieren seit Montag gemeinsam unter dem Dach Ashurst Perkins Coie. Geplant war der formelle Abschluss eigentlich erst für das dritte Quartal, nun ging es schneller. Vorausgegangen war die Zustimmung von rund 950 Partnerinnen und Partnern beider Häuser im April.
Geführt wird die neue Einheit nicht von einer Person allein. Bill Malley und Paul Jenkins teilen sich die Verantwortung als Co-CEOs. Damit entsteht eine Sozietät, die zu den zwanzig größten ihrer Art weltweit gehört. Mehr als 3.000 Juristinnen und Juristen arbeiten an 52 Standorten in zwanzig Ländern, der kumulierte Jahresumsatz liegt bei rund 2,8 Milliarden Dollar.
Wer den Markt der vergangenen anderthalb Jahre beobachtet hat, weiß, dass diese Zusammenschlüsse keine Einzelfälle bleiben. Den Auftakt machten im Frühjahr 2024 Allen & Overy und Shearman & Sterling. Anschließend zog die Kombination aus Herbert Smith Freehills und Kramer Levin Naftalis & Frankel nach. Nun reihen sich Ashurst Perkins Coie und in wenigen Tagen Hogan Lovells Cadwalader ein.
Erst in der vergangenen Woche legte Ashurst noch eigenständig Zahlen zum letzten vollen Geschäftsjahr vor der Fusion vor. Darin verzeichnete das Haus einen spürbaren Umsatzanstieg, was die Aussicht auf einen kräftigen Start der neuen Organisation untermauert. Für Mandanten verspricht der Schritt eine breitere Aufstellung. Was den Schwung der Branche tatsächlich auslöst, ist allerdings nicht allein das Größenargument. Wer im internationalen Wettbewerb mithalten will, braucht Investitionsspielräume für Technologie, Personal und neue Beratungsfelder. Genau diese Skaleneffekte versprechen sich die Fusionspartner.




