US-Kartellwächter bremsen Kone-Megafusion

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August 13, 2026
13.08.2026
2 Minuten Lesezeit

Die geplante Übernahme von TK Elevator durch den finnischen Konkurrenten Kone gerät unter verstärkten kartellrechtlichen Druck. Das US-Justizministerium hat eine vertiefte Prüfung des 29,4-Milliarden-Euro-Deals eingeleitet.

29,4 Milliarden Euro für den Weltmarktführer

Die geplante Übernahme des Aufzugsherstellers TK Elevator durch den finnischen Konkurrenten Kone steht unter verstärktem kartellrechtlichem Druck. Das US-Justizministerium hat eine vertiefte Prüfung des 29,4 Milliarden Euro teuren Zusammenschlusses eingeleitet, aus dem der weltgrößte Aufzugshersteller hervorgehen würde. Mit den angeforderten detaillierten Informationen soll untersucht werden, ob der Deal den Wettbewerb auf dem US-Markt beeinträchtigen könnte. Jens Schmidt, Brüsseler Büroleiter und Partner der Kanzlei Noerr, sieht die vertiefte Prüfung, die ein Jahr oder länger dauern kann, nicht als Überraschung. Auch die Europäische Kommission werde den Fall genau prüfen. TK Elevator gehört zu 47 Prozent den Finanzinvestoren Advent und Cinven, die das Unternehmen 2020 für 17 Milliarden Euro übernommen hatten. Weitere Großaktionäre sind Thyssenkrupp sowie die Staatsfonds von Saudi-Arabien, Abu Dhabi und Singapur.

Abschluss frühestens Mitte 2027

Mit dem Deal würde Kone an den Rivalen Otis und Schindler vorbeiziehen und zum weltgrößten Aufzugskonzern aufsteigen. Vor allem in Nord- und Südamerika würde sich das Unternehmen verstärken. Kone rechnet weiterhin mit einem Abschluss frühestens im zweiten Quartal 2027 und arbeite eng mit dem US-Justizministerium zusammen. Bezahlt wird die Übernahme in bar und mit Aktien. An das Konsortium der Alteigentümer fließen 5 Milliarden Euro in bar sowie bis zu 270 Millionen neue Kone-Aktien im Wert von 15,2 Milliarden Euro. Der fusionierte Konzern würde mehr als 100.000 Mitarbeiter beschäftigen und einen Umsatz von rund 20,5 Milliarden Euro erzielen, deutlich mehr als Otis und Schindler mit je rund 12 Milliarden Euro. Schindler-Chef Paolo Compagna kündigte bereits an, bei den Kartellbehörden Beschwerde einzulegen.

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