Paul Griggs, Senior Partner und CEO von PwC US, hat sich einen personalisierten KI-Assistenten aufgebaut, den er nach eigenen Angaben durchgängig für strategische Entscheidungsvorbereitung, Dokumentenanalyse und Kommunikation einsetzt.
Entstanden ist der Agent namens "PG's Whisperer" vor etwa einem Jahr, angestoßen durch den Austausch mit einem PwC-Kollegen aus dem Bereich intelligente Unternehmensanwendungen. Auf dessen Empfehlung baute Griggs statt auf einfaches Prompting auf eine individuell konfigurierte Lösung, die zwei verschiedene Sprachmodelle kombiniert, deren Anbieter er nicht offenlegt. Seitdem laufen beide Systeme parallel auf seinen Geräten, die Ergebnisse gleicht er systematisch gegeneinander ab.
Griggs nutzt den Agenten zur Analyse umfangreicher Unterlagen, zur Überprüfung strategischer Überlegungen anhand aktueller Nachrichtenlagen und zur Vorbereitung von Reden und interner Kommunikation. Er speist Entwürfe ein und lässt prüfen, ob die beabsichtigte Kernaussage tatsächlich transportiert wird. Die Geschwindigkeit, mit der er Informationen auf diese Weise verarbeiten könne, sei in dieser Form zuvor nicht erreichbar gewesen.
Dass der Chef einer der weltweit größten Prüfungs- und Beratungsgesellschaften einen eigenen KI-Agenten konfiguriert und im Tagesgeschäft einsetzt, unterstreicht eine Botschaft, die über die persönliche Arbeitsweise hinausgeht: Führungskräfte, die von ihren Organisationen KI-Kompetenz einfordern, müssen die Technologie selbst verinnerlicht haben. Bemerkenswert ist dabei, dass der Aufbau keiner aufwendigen IT-Initiative bedurfte, eine kollegiale Anleitung genügte als Ausgangspunkt.




