Bei einer Transaktion aus dem industriellen Umfeld hat Baker Tilly der Münchner Private-Equity-Gesellschaft Fidelium Partners steuerlich zur Seite gestanden. Dabei ging es um die Übernahme eines traditionsreichen Herstellers am Niederrhein.
Was juristisch als Carve-out firmiert, bedeutet in der Praxis eine anspruchsvolle Herauslösung. Bislang war der Standort in Viersen-Dülken Teil der weltweit tätigen OTTO FUCHS Gruppe. Nach dem Eigentümerwechsel geht das Haus unter neuem Namen weiter. Künftig läuft der Betrieb unter der Firmierung NMW Niederrheinische Metallwerke. Für die Käuferin bedeutet der Zugriff einen Ausbau des industriellen Portfolios, insbesondere im Bereich der Metallverarbeitung.
Auf steuerlicher Seite lag die Federführung bei Uwe Roth als Partner, unterstützt von Director Stefan Lehner. Ihre Beratung erstreckte sich über den gesamten Verlauf des Prozesses. Im Fokus standen der Kaufvertrag, die Verhandlungen zwischen den Beteiligten und die Ausgestaltung der Transaktionsstruktur. Solche Konstellationen verlangen eine sorgfältige Prüfung, denn die Herauslösung aus einem größeren Konzern zieht sowohl bilanzielle als auch steuerliche Konsequenzen nach sich, die im Vorfeld sauber durchdacht werden müssen.
Fidelium Partners agiert von München aus und verwaltet ein Fondsvolumen von 150 Millionen Euro. Die Gesellschaft konzentriert sich auf Betriebe, die operativ vor Umbrüchen stehen oder in denen sich Nachfolgefragen stellen. Neben Carve-outs sind Turnarounds und Nachfolgelösungen die klassischen Betätigungsfelder. Nach der Übernahme geht es der Käuferin darum, die vorhandene Substanz des Betriebs zu erhalten und gleichzeitig Prozesse effizienter zu machen sowie Wachstum auf lange Sicht zu ermöglichen.




