Sullivan & Cromwell startet Prozessgeschäft in Deutschland

blog main image
July 6, 2026
07.07.2026
3 Minuten Lesezeit

Die amerikanische Großkanzlei Sullivan & Cromwell macht ernst mit dem Aufbau einer eigenen Streitpraxis am deutschen Markt. Zwei Partner von Hengeler Mueller wechseln zu ihrem neuen Arbeitgeber und werden die Sparte gemeinsam an der Spitze führen.

Zwei prominente Namen wechseln

Philipp Hanfland und Maximilian Bülau verlassen ihre bisherige Wirkungsstätte Hengeler Mueller und schließen sich der amerikanischen Sozietät an. Beide sollen die neu entstehende deutsche Streitpraxis gemeinsam führen. Der genaue Zeitpunkt des Wechsels bleibt bislang unter Verschluss.

Bei Hengeler summiert sich mit dieser Ankündigung ein ungeplanter Aderlass. Erst vor kurzem war der Wechsel von Daniel Möritz zu Freshfields bekannt geworden. Nun folgen zwei weitere Partner, was für die traditionsreiche Sozietät binnen weniger Wochen einen empfindlichen Verlust bedeutet.

Hanfland mit europäischer Zusatzaufgabe

Wer sich fragt, warum ausgerechnet Hanfland für Sullivan & Cromwell attraktiv ist, findet die Antwort in seinem beruflichen Profil. Sein Einstieg bei Hengeler datiert auf das Jahr 2007, damals startete er in Düsseldorf. Nach einem Wechsel nach Frankfurt wurde er Anfang 2013 in die Partnerschaft aufgenommen. Seither vertritt er Mandanten in Schieds- und Gerichtsverfahren, wobei seine thematischen Anker im Gesellschaftsrecht, im Insolvenzrecht sowie im Kapitalmarktrecht liegen. Bei den Amerikanern übernimmt er neben der deutschen Aufbauaufgabe zusätzlich die Leitung des europaweiten Disputes-Geschäfts.

Bülau als zweiter Baustein

Bülau brachte seine Erfahrung ab Februar 2013 bei Hengeler ein und rückte zu Beginn des Jahres 2020 in den Kreis der Partner auf. Auch er bewegt sich im Feld der Commercial Litigation. Seine Schwerpunkte umfassen Streitigkeiten aus dem Vertragsrecht, dem Gesellschaftsrecht und dem Kapitalmarktrecht. Damit ergänzen sich die beiden Neuzugänge inhaltlich, ohne dass sich ihre Beratungsprofile allzu stark überschneiden würden.

Warum der Zeitpunkt spannend ist

Für Sullivan & Cromwell bedeutet der Vorstoß mehr als eine bloße Personalentscheidung. Der Aufbau einer eigenständigen Streitpraxis in Deutschland ist ein strategisches Signal an einen Markt, in dem Wirtschaftsstreitigkeiten deutlich an Volumen gewonnen haben. Internationale Konzerne wünschen sich zunehmend Anwälte, die grenzüberschreitende Konflikte koordiniert steuern können. Genau in dieser Nische will das amerikanische Haus mitspielen und setzt dabei auf zwei erfahrene Prozessführer aus dem deutschen Markt selbst.

Aktuelle Stellenangebote

Meistgelesene Artikel

Unsere Partner

Entdecken Sie mit uns bundesweit exklusive Stellen bei:

Entdecken Sie mit uns bundesweit exklusive Stellen bei:

Entdecken Sie mit uns bundesweit exklusive Stellen bei:

Entdecken Sie mit uns bundesweit exklusive Stellen bei:

Entdecken Sie mit uns bundesweit exklusive Stellen bei: