RWE-Chef Markus Krebber kritisiert das geplante Kraftwerk-Sicherheitsgesetz. Geplante Preisdeckel gefährden laut Krebber zentrale Investitionen in wasserstofffähige Gaskraftwerke.
RWE plant massive Investitionen in wasserstofffähige Gaskraftwerke, die als Reservekapazität einspringen sollen, wenn Sonne und Wind fehlen. CEO Markus Krebber kritisiert am aktuellen Gesetzentwurf vor allem die vorgesehenen Preisdeckel. Investoren bräuchten Verlässlichkeit statt starrer staatlicher Vorgaben. Ohne Nachbesserungen könnte der Ausbau der Reservekapazitäten ins Stocken geraten. In dieser Woche entscheidet der Bundestag über den endgültigen Rahmen.
Zusätzlich zu den regulatorischen Unsicherheiten belasten neue Kostenanalysen die Planungen: Transport und Speicherung von Wasserstoff verteuern den Betrieb der geplanten Anlagen erheblich. Da diese Kraftwerke hohe Fixkosten für Netze und Speicher decken müssen, entstehen ohne rentable Rahmenbedingungen erhebliche Finanzierungsrisiken für den Konzern.
An den Kapitalmärkten haben die Warnungen des RWE-Chefs bislang kaum Spuren hinterlassen. Die RWE-Aktie legte seit Jahresbeginn um 23,5 Prozent zu, innerhalb der letzten zwölf Monate sogar um 61,35 Prozent. Der Schlusskurs lag zuletzt bei 57,86 Euro. Das 52-Wochen-Hoch liegt bei 62,00 Euro.




