Nach knapp sieben Jahren übergibt Oliver Zipse die Führung der BMW Group an Milan Nedeljkovic. Die virtuelle Hauptversammlung wird dabei von einer längeren Technikpanne überschattet.
Oliver Zipse verabschiedete sich auf der virtuellen BMW-Hauptversammlung von den Aktionären nach 35 Jahren im Unternehmen, davon fast sieben als Vorstandsvorsitzender. Das Format ließ wenig Raum für Emotion: Etwa drei Dutzend Anwesende spendeten Applaus, ergänzt durch eingespielter Musik. DWS-Vertreter Hendrik Schmidt würdigte Zipse für seine Besonnenheit in der Krise der Automobilbranche und bezeichnete die von ihm entwickelte Fahrzeuggeneration der Neuen Klasse als industrielles Vermächtnis. Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) kritisierte das virtuelle Format und sah angesichts des Führungswechsels und der Umwandlung von Vorzugs- in Stammaktien gleich zwei gewichtige Gründe für eine Präsenzveranstaltung.
Den unfreiwilligen Höhepunkt der Versammlung lieferte ein Technikausfall, der die Übertragung für mehr als eine halbe Stunde unterbrach. DSW-Vizepräsidentin Daniela Bergdolt nutzte die Situation prompt: Bei einer Präsenz-Hauptversammlung wäre das nicht passiert. Sein Nachfolger Milan Nedeljkovic, seit 2019 im Vorstand und seit 33 Jahren im Konzern, stellte sich erstmals den Aktionären vor. Wie alle seine Vorgänger seit 2006 wechselt er vom Produktionsressort an die Konzernspitze. Seine Antrittsworte fielen knapp aus: Die BMW Group sei Teil der Gesellschaft und Mitgestalter der Zukunft. Dafür brauche es Unternehmertum. „Dafür stehe ich."




