Vier Kanzleien standen bei der jüngsten Refinanzierung des Halbleiter- und Lichtkonzerns ams OSRAM im Einsatz. Auf österreichischer Seite übernahmen bpv Hügel und Linklaters die Beratung des Emittenten, die Banken griffen auf Skadden und Weber Harrer zurück.
Auf der Mandantenseite begleitete bpv Hügel die Transaktion zu Fragen des österreichischen Rechts und arbeitete dabei eng mit Linklaters zusammen, die das internationale Mandat führten. Auf der Gegenseite ließen sich die als Global Coordinators und Bookrunners agierenden Banken von Skadden, Arps, Slate, Meagher & Flom aus London und der Wiener Kanzlei Weber Harrer Rechtsanwälte beraten.
Die Federführung lag bei Christoph Nauer aus dem Bereich Capital Markets. Im Kern des Teams arbeiteten Roland Juill, ebenfalls Capital Markets, sowie Ingo Braun aus dem Bereich Finance and Regulatory. Verstärkt wurden sie von Barbara Valente, die beide Felder abdeckt, und Nicolas Wolski mit steuerlichem Schwerpunkt. Daniel Maurer und Laurenz Kainrath ergänzten den Stab auf der Kapitalmarkt- und Finanzierungsseite.
Die rechtliche Begleitung umfasste zwei eng verbundene Vorgänge. Zum einen die Ausgabe von Schuldverschreibungen über eine Milliarde Euro, zum anderen die Neufassung einer bestehenden revolvierenden Kreditlinie über 600 Millionen Euro. Beide Bausteine sollen es ams OSRAM ermöglichen, ausstehende Anleihen abzulösen, darunter Dollarpapiere über 750 Millionen mit einer Verzinsung von 12,25 Prozent sowie einen Teilbetrag aus Euroanleihen mit einer Verzinsung von 10,50 Prozent. Die Konstruktion entlastet die künftige Zinslast und ordnet die Fälligkeitsstruktur neu.
Die Emission gilt nach Angaben der Beteiligten als größte unbesicherte Hochzinsanleihe mit Single-B-Rating in Europa der vergangenen fünf Jahre. Ursprünglich waren 700 Millionen Euro geplant, die starke Nachfrage erlaubte eine Aufstockung auf die volle Milliarde. Für die beratenden Kanzleien handelt es sich entsprechend um ein Mandat von hoher Sichtbarkeit, das sich in den Statistiken zu großen europäischen Anleihegeschäften deutlich niederschlagen dürfte.
Auffällig an der Aufstellung des bpv-Hügel-Teams ist die Verbindung verschiedener Fachrichtungen. Kapitalmarkt, Bank- und Aufsichtsrecht sowie Steuerthemen mussten parallel abgestimmt werden. Genau diese Bündelung ist für komplexe Refinanzierungen typisch geworden. Wer mit einer einzelnen Fachrichtung antritt, kommt bei Transaktionen dieser Größenordnung kaum noch zum Zuge.




