Der Verband der Wirtschaftskanzleien bekommt ein neues Führungsduo. Die Gründungsväter treten nach drei Jahren ab.
Der Bundesverband der Wirtschaftskanzleien hat gewählt. Philip Kempermann von Heuking steht künftig an der Spitze des Vorstands, Alexandra Schluck-Amend von CMS rückt als Stellvertreterin nach. Die Mitglieder stimmten Mitte März über die Neubesetzung ab. Stefan Rizor und Thomas Wegerich, die den BWD 2022 aus der Taufe gehoben hatten, räumen ihre Posten. Überraschend kommt der Wechsel nicht. Die beiden Initiatoren hatten bereits im Herbst 2025 signalisiert, dass sie keine weitere Runde drehen wollen. Seit Januar verstärkt Judith Nikolay das Team als Geschäftsführerin. Sie bringt Erfahrung aus dem Bundesverband der Unternehmensjuristen mit.
Philipp Reusch, Namensgeber seiner eigenen Kanzlei, sitzt wieder im Vorstand. Er war beim Gründungsakt dabei, dann zeitweise draußen, jetzt ist er zurück. Seine Aufgabe: die Interessen kleinerer, spezialisierter Häuser vertreten. Neben ihm bleiben Christof Kleinmann von GvW Graf von Westphalen, Elisabeth Lepique von Luther und Ines Zenke von Becker Büttner Held im Amt. Die neue Führung hat Pläne. Der Verband soll stärker als Plattform für fachlichen Austausch dienen und gleichzeitig politisch lauter werden. Weniger Bürokratie, flexiblere Arbeitszeitregeln, wirtschaftsfreundlichere Gesetzgebung: Das sind die Themen, die Kempermann und Schluck-Amend nach vorn bringen wollen.
Der BWD bündelt derzeit 44 Mitgliedskanzleien. Der Markt wandelt sich, Konsolidierung und Spezialisierung prägen das Bild. Der Verband will bei diesen Umwälzungen mitreden und seinen Mitgliedern eine Stimme geben.




