Harald Breit erklärt, wie die Beratungsgesellschaft künstliche Intelligenz einsetzt. Monotone Aufgaben verschwinden, neue Geschäftsfelder entstehen.
Bei Deloitte Österreich gehört KI längst zum Alltag. CEO Harald Breit beschreibt den Wandel: Anfangs halfen die Werkzeuge bei Übersetzungen und Textkorrekturen. Inzwischen reicht ihr Einsatz bis in die Wirtschaftsprüfung, wo sie Routinearbeiten abnehmen und die Dokumentation erledigen. Die Maschinen dienen als Sparringspartner, die Ergebnisse gegenchecken und alternative Wege aufzeigen. Die Gesellschaft baut vor allem auf hauseigene Lösungen. Das globale Netzwerk liefert ausgereifte Anwendungen, die lokal angepasst werden. Externe Anbieter werden zwar beobachtet, doch Qualität und Datenschutz entscheiden am Ende. Was nicht den eigenen Standards genügt, fliegt raus.
KI ist bei Deloitte kein Projekt einer einzelnen Abteilung. Die Technologie durchdringt sämtliche Geschäftsfelder und verändert Abläufe in der gesamten Organisation. Parallel entstehen Beratungsangebote, die Mandanten bei der Einführung eigener KI-Anwendungen unterstützen. Breit warnt vor blindem Vertrauen. Wer nicht fachlich firm ist, kann nicht beurteilen, ob die Maschine Unsinn produziert. Ergebnisse müssen hinterfragt, nicht einfach abgenickt werden. Praktische Erfahrung mit KI-Werkzeugen erleichtert den Einstieg, ersetzt aber keine solide Ausbildung.
Einen Stellenabbau durch KI beobachtet Breit bisher nicht. Schon seit 2017 automatisiert Deloitte in der Steuerberatung stumpfe Wiederholungsaufgaben. Das Ziel: Kapazitäten freischaufeln für anspruchsvollere Mandate. Gleichzeitig öffnen sich durch KI neue Beratungsfelder, die zusätzliche Hände erfordern. Unter dem Strich könnte der Personalhunger sogar wachsen.




