Die Forbo Gruppe setzt mit Heinz Hössli einen neuen CFO ein und verankert die Funktion zugleich in der Konzernleitung. Der Wechsel markiert das Ende einer Interimslösung und schafft Planungssicherheit für die Finanzorganisation.
Heinz Hössli übernimmt das Amt mit Wirkung zum 1. Juli dieses Jahres bei der Forbo Gruppe, die Bodenbeläge und Bauklebstoffe herstellt. Der 56-jährige Schweizer folgt auf Peter German, der den Posten seit Oktober 2025 interimistisch besetzt und sich im Sommer in den geplanten Ruhestand verabschieden wird. Neben der CFO-Rolle wird Hössli auch Mitglied der Konzernleitung, was die finanzielle Steuerung stärker in die strategische Gesamtführung integriert. Damit setzt Forbo ein Signal für klare Führungs- und Kontrollstrukturen, das in kapitalmarktnahen Branchen häufig als Voraussetzung für stringente Kapitalallokation, saubere KPI-Führung und belastbare Forecasts gilt. Für externe Beobachter ist besonders relevant, wie die Übergabe die Kontinuität in Reporting, Liquiditätssteuerung und Investitionsdisziplin sichert.
Hössli ist seit 2020 als CFO bei Interroll tätig, einem Schweizer Unternehmen für Fördertechnik, Intralogistik und Automatisierung. Zuvor arbeitete er über 20 Jahre für die Bühler Group und bekleidete verschiedene internationale Führungspositionen, unter anderem in den USA und in Mexiko. Das Profil deutet auf einen CFO hin, der Skalierung, Internationalisierung und industrielle Cashflow Logik aus eigener Praxis kennt. Für Forbo ist das relevant, weil in solchen Geschäftsmodellen Working Capital, Projektgeschäft und Capex Priorisierung häufig über die Margenqualität entscheiden. Die zentrale Messlatte wird sein, ob es gelingt, die Übergangsphase in eine langfristig belastbare Finanzagenda zu überführen, ohne operative Reibungsverluste im Wechseljahr.




