Der Filterspezialist muss die CFO-Rolle nach kurzer Zeit erneut neu ordnen. Mit Helena Hofer übernimmt eine Führungskraft aus dem Executive Leadership Committee interimistisch und trägt damit die Finanzsteuerung parallel zur Rolle als CHRO.
Mann+Hummel berief zum Februar Helena Hofer übergangsweise zur Finanzchefin, nachdem Jurate Keblyte das Unternehmen nach sieben Monaten auf eigenen Wunsch verlässt. Der Vorgang ist bemerkenswert, weil Keblyte erst im Sommer 2025 gestartet war und damals die Nachfolge der langjährigen Finanzchefin Emese Weissenbacher angetreten hatte, die zur COO gewechselt ist. Mit dem Interims Setup setzt das Unternehmen kurzfristig auf Stabilität im Tagesgeschäft, ohne die Suche nach einer dauerhaften Nachfolge öffentlich vorwegzunehmen. Für Stakeholder ist die zentrale Frage, wie schnell Planungs- und Abschlussprozesse wieder in eine Routine überführt werden, wenn die Finanzfunktion in einer Übergangsphase geführt wird. Im unveränderten Management Team bleibt CEO Kurk Wilks als Konstante gesetzt, was die operative Steuerung in der Zwischenzeit absichern soll.
Helena Hofer behält ihre Funktion als CHRO und bringt damit eine ungewöhnliche Doppelfunktion an die Spitze der Finanzorganisation. In ihrer Rolle im Executive Leadership Committee ist sie bereits zuständig für Controlling, Group Closing & Reporting, Group Tax und Group Treasury und kennt damit die zentralen Steuerungs- und Reporting Linien. Ihre Laufbahn bei Mann+Hummel begann 2021 über die internationalen Service Center in Europa und Asien, zuvor war sie ab Mitte 2005 in verschiedenen Positionen für Siemens tätig, unter anderem in München und in Prag. Keblyte wiederum bringt CFO-Erfahrung aus dem Automobilzulieferumfeld mit, unter anderem als CFO bei Grammer sowie Stationen bei Kuka Robotics, Giesecke & Devrient und Baltic Yachts in Finnland. Für die externe Wahrnehmung wird entscheidend sein, ob die Übergangslösung als operative Brücke verstanden wird oder als Signal, dass die CFO-Rolle strategisch neu zugeschnitten wird.




