Freshfields berät ZF bei Anleihen

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February 25, 2026
26.02.2026
2 Minuten Lesezeit

Der Autozulieferer platziert frisches Kapital am Markt und holt gleichzeitig alte Papiere zurück. Freshfields begleitet beide Transaktionen.

Zwei Fliegen mit einer Klappe

Die ZF Friedrichshafen AG hat ihren Finanzierungsmix neu justiert. In einer koordinierten Aktion nahm der Konzern frisches Kapital auf und holte parallel bestehende Schuldpapiere vom Markt zurück. Freshfields begleitete das Unternehmen bei beiden Vorhaben rechtlich. Für die Neuemission wählte ZF den Weg über seine niederländische Finanzierungsgesellschaft ZF Europe Finance B.V. Das Papier wurde im Rahmen eines bestehenden EMTN-Programms begeben und ist am regulierten Markt der Luxemburger Börse notiert. Die Laufzeit beträgt sechs Jahre, der jährliche Kupon liegt bei 5,50 Prozent. Acht Banken begleiteten die Platzierung, darunter BNP Paribas, Commerzbank, DZ BANK und UniCredit.

Altlasten verschwinden aus den Büchern

Gleichzeitig reduzierte ZF seinen Bestand an ausstehenden Verbindlichkeiten. Zwei Papiere der ZF Finance GmbH mit Fälligkeit 2027 wurden großteils zurückerworben. Bei der einen Anleihe griff der Konzern über 69 Prozent des Volumens ab, bei der anderen mehr als 85 Prozent. Zusammen entspricht das einem Rückkauf von mehr als 750 Millionen Euro. Santander, Citigroup, ING und J.P. Morgan organisierten diesen Teil. Die Zinswende hinterlässt Spuren. Die zurückgekauften Papiere trugen noch Kupons von zwei bis drei Prozent aus einer anderen Ära. Für das neue Papier zahlt ZF nun deutlich mehr. Dafür gewinnt der Konzern Übersicht über sein Fälligkeitenprofil und vermeidet Refinanzierungsdruck in zwei Jahren.

Grenzüberschreitende Beratung

Das Freshfields-Team arbeitete standortübergreifend. Partner Christoph Gleske koordinierte die Kapitalmarktaspekte aus Frankfurt, unterstützt von Counsel Nikolaus Bunting und Associate Vincent Buchta. Die Finanzierungsseite steuerten Partner Thijs Flokstra und Associate Daniël van Loggerenberg aus Amsterdam bei.