Ein gemeinsamer Bericht von FICCI und KPMG India zeichnet ein differenziertes Bild: Nicht der Stellenabbau, sondern die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine werde die Arbeitswelt prägen. Entscheidend sei, welche Fähigkeiten Beschäftigte mitbringen.
Der auf dem 17. FICCI Global Skills Summit vorgestellte Report "Human Capability in the Age of AI" räumt mit der Vorstellung auf, KI mache den Menschen überflüssig, das Gegenteil sei der Fall. In sechs untersuchten Schlüsselbranchen, darunter Finanzdienstleistungen, Gesundheitswesen, IT, Fertigung, Handel und Bildung, übernehme KI zwar zunehmend repetitive und datenintensive Aufgaben, doch Verantwortung, Vertrauensbildung und strategische Führung blieben fest in menschlicher Hand. Kompetenzen wie kritisches Denken, Kreativität, Empathie, ethisches Urteilsvermögen und Anpassungsfähigkeit würden durch den KI-Einsatz nicht entwertet, sondern aufgewertet.
Im Gesundheitssektor könne KI den Fachkräftemangel abmildern, indem sie Reichweite und Produktivität von Ärzten und Pflegekräften erhöht, ohne deren Expertise und Patientennähe zu ersetzen. In der IT-Branche automatisiere KI Routineaufgaben wie Standardprogrammierung und Tests, schaffe dafür aber neue Rollenprofile, die Architektur-, Governance- und Innovationskompetenz voraussetzen.




