12.812 Pleiten: Höchster Stand seit 2013

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September 15, 2026
15.09.2026
2 Minuten Lesezeit

Deutschlands Unternehmen kämpfen mit einer historischen Pleitewelle, während parallel dazu neue Firmen wie selten zuvor an den Start gehen. Deutschlands Unternehmen kämpfen mit einer historischen Pleitewelle, gleichzeitig verzeichnet die Gründerszene einen historischen Boom.

Höchster Stand seit 13 Jahren

Das Statistische Bundesamt zählt für die ersten sechs Monate von 2026 12.812 Insolvenzanträge von Unternehmen, ein Anstieg von 6,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Damit liegt der Wert so hoch wie zuletzt im Jahr 2013, als binnen eines Halbjahres 13.253 Fälle registriert wurden. Am stärksten gestiegen sind die Insolvenzen in der Branche Verkehr und Lagerei, vor dem Gastgewerbe und der Baubranche. „Die schon lange schleppende Binnenkonjunktur, hohe und weiter steigende Kosten für Energie und Arbeit sowie überbordende Bürokratie nehmen vielen Unternehmen die Luft", sagte DIHK-Mittelstandsexperte Marc Evers.

Gleichzeitig Rekord bei Neugründungen

Im Juni erreichten die Betriebsschließungen laut Evers ein 14-Jahres-Hoch, was aus seiner Sicht die Politik zum Handeln zwingt. Der DIHK-Experte fordert von der Bundesregierung, die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Betriebe wieder stärker in den Blick zu nehmen und längst fällige Reformen zügig umzusetzen. Ein deutlich anderes Bild zeigt sich beim Blick auf die Gründerzahlen: Der Startup-Verband meldet mit 3.053 neuen Unternehmen seit Jahresbeginn einen Anstieg von 52 Prozent gegenüber dem Vorhalbjahr, der höchste je gemessene Wert.

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