Der Stuttgarter Konzern reduziert die Erfolgsbeteiligung für 85.000 Mitarbeiter auf bis zu 3.139 Euro. Die Trump-Zölle und China-Schwäche belasten das Ergebnis massiv.
Mercedes-Benz zahlt seinen 85.000 tarifgebundenen Mitarbeitern auch 2025 eine Erfolgsbeteiligung, trotz eines Gewinneinbruchs um nahezu 50 Prozent. Für das Geschäftsjahr 2024 erhalten die Beschäftigten bis zu 5.220 Euro mit dem Aprilgehalt, nach maximal 7.300 Euro im Vorjahr. Für 2025 rechnet der Konzern mit einem weiteren Rückgang auf bis zu 3.139 Euro, vorbehaltlich des endgültigen Jahresabschlusses im März. Mercedes berechnet die Summe seit 1996 nach einem transparenten System, unabhängig vom individuellen Gehalt der Mitarbeiter. Die aktuelle Vereinbarung gilt bis zum Geschäftsjahr 2025.
Die Trump-Zölle und die schwierige Marktlage in China führten zum Gewinnrückgang um 50 Prozent. Personalvorständin Britta Seeger würdigte den Einsatz der Belegschaft: "In einem weiterhin anspruchsvollen globalen Umfeld haben unsere Beschäftigten erneut großes Engagement gezeigt." Gesamtbetriebsratschef Ergun Lümali bezeichnete die Zahlungen als "wichtiges Zeichen" gerade in schwierigen Zeiten. Auch die Beschäftigten der Tuning-Tochter Mercedes-AMG erhielten eine Erfolgsbeteiligung, die allerdings niedriger ausfiel als beim Mutterkonzern.
Zusätzlich zum reduzierten Bonus erhalten die Mitarbeiter eine Jubiläumsaktie anlässlich des 140-jährigen Firmenjubiläums. Carl Benz patentierte im Januar 1886 das Automobil. Die Aktie ermöglicht den Mitarbeitern direkte Partizipation an Dividenden und Wertsteigerung des Unternehmens. Management und Betriebsrat zeigten sich trotz der schwierigen Lage zuversichtlich für die Zukunft des Konzerns.




