Zwei traditionsreiche Spielwarenhersteller verbinden ihre Wege. Während Noerr die Steiff-Eigentümer berät, steht V14 auf der Seite des Mehrheitserwerbers Ravensburger.
Auf Steiff-Seite führt ein Team von Noerr das Mandat, geleitet von Partner Alexander Hirsch und Associated Partner Gerrit Henze. Verkauft werden Anteile aus der Steiff Beteiligungsgesellschaft, hinter der die Erben der Firmengründerin Margarete Steiff stehen. Ravensburger ließ sich von der Berliner Kanzlei V14 unter Federführung von Partnerin Olga Balandina-Luke beraten. Steuerliche Aspekte verantwortet die Sozietät SGP Schneider Geiwitz.
Zum konkreten Kaufpreis und zur genauen Höhe der erworbenen Anteile machen die Beteiligten keine Angaben. Klar ist, dass Ravensburger künftig die Mehrheit hält, die Gründerfamilie aber weiterhin wesentlich beteiligt bleibt. Steiff soll als eigenständige Marke bestehen, der Firmensitz in Giengen an der Brenz wird beibehalten.
Beide Unternehmen blicken auf eine lange Geschichte zurück: Steiff wurde 1880 gegründet, Ravensburger drei Jahre später. Für die Familie war laut Geschäftsführer Frederik Reimann entscheidend, die Marke in unternehmerische Hände zu geben, welche die Tradition respektiert. Bei Ravensburger sank der Umsatz im Geschäftsjahr 2025 um 5,9 Prozent auf 744 Millionen Euro. Die Übernahme steht noch unter Vorbehalt der kartellrechtlichen Freigabe.




