Die dänische Biopharma verliert im Adipositas-Wettlauf gegen Eli Lilly. Neue Studiendaten enttäuschen erneut, die Aktie gibt zweistellig nach.
Novo Nordisk hat am Montagvormittag die Ergebnisse aus der REDEFINE-4-Studie mit CagriSema veröffentlicht. Nach 84 Wochen zeigte das Kombi-Präparat, bestehend aus Semaglutid und Cagrilintid, eine Gewichtsabnahme von 23,0 Prozent, verglichen mit 25,5 Prozent bei Tirzepatid (15 Milligramm), wenn alle Personen die Behandlung einhielten. Das schwache Abschneiden ist besonders bitter, denn bei Tirzepatid handelt es sich um den Wirkstoff von Eli Lilly, der in den Blockbustern Zepbound (Adipositas) und Mounjaro (Diabetes) enthalten ist. CagriSema sorgte bereits im Dezember 2024 mit ersten Ergebnissen des umfangreichen REDEFINE-Studienprogramms für Enttäuschung. Der primäre Endpunkt der REDEFINE-4-Studie wurde verfehlt.
Dennoch rechnet sich Novo Nordisk weiter eine Zulassung des Adipositas-Mittels aus. Im Dezember haben die Dänen auf Basis der zulassungsrelevanten Studien REDEFINE 1 und REDEFINE 2 bei der FDA den Antrag auf Marktzulassung eingereicht. Eine Entscheidung erwartet Novo Nordisk für Ende 2026. Die Aktie des Unternehmens verlor nach Veröffentlichung der Studiendaten erneut prozentual zweistellig an Wert. Auch die sehr gute frühe Marktakzeptanz der Abnehmpille Wegovy, die im Dezember die FDA-Zulassung in den USA erhalten konnte, ist verpufft.
Der negative Newsflow bei Novo Nordisk reißt nicht ab. Wichtig ist nun, dass der Bereich um 267 Dänische Kronen (35,74 Euro) nicht nachhaltig unterschritten wird. Sonst drohen aus charttechnischer Sicht weitere Anschlussverkaufe. Die Frage für Investoren bleibt: Kann Novo Nordisk im aufstrebenden Adipositas-Markt noch aufholen, oder droht der dänische Biopharma-Riese dauerhaft hinter den US-Wettbewerber Eli Lilly zurückzufallen?




