Deloitte schmiedet EMEA-Einheit

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February 25, 2026
25.02.2026
3 Minuten Lesezeit

Der Big-Four-Riese bündelt 16 Landesgesellschaften zu einer neuen Regionalstruktur. Ab Juni 2026 operiert Deloitte EMEA mit 132.000 Mitarbeitern und 20 Milliarden Euro Umsatz.

Größte Umstrukturierung seit Jahren

Deloitte wagt einen strategischen Kraftakt. Nach erfolgreicher Abstimmung unter den Partnern hat das Unternehmen die Gründung einer neuen EMEA-Einheit angekündigt. Ab Juni 2026 werden 16 Landesgesellschaften aus Europa, dem Nahen Osten und Afrika unter einem gemeinsamen Dach operieren. Die beteiligten Firmen beschäftigen zusammen 132.000 Mitarbeiter, werden von 6.000 Partnern geführt und erwirtschaften Erlöse von rund 20 Milliarden Euro.

Welche Länder sind dabei?

Die neue Struktur umfasst Österreich, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Irland, die Niederlande, Belgien, Luxemburg, die Schweiz, Portugal, Spanien, die nordischen Länder, Zentraleuropa, den zentralen Mittelmeerraum, die Türkei und den Nahen Osten. Gemeinsam decken diese Gesellschaften mehr als 80 Länder ab. Trotz der regionalen Zusammenarbeit bleibt jede Landesgesellschaft für ihr lokales Geschäft verantwortlich.

Führungsriege steht fest

An der Spitze von Deloitte EMEA wird Richard Houston stehen, derzeit Chef von Deloitte UK sowie der Region Nord- und Südeuropa. Volker Krug, aktuell Vorstandsvorsitzender von Deloitte Deutschland, übernimmt die Position des stellvertretenden CEO. Den Vorsitz im Aufsichtsgremium führt Sami Rahal, bislang Leiter von Deloitte Zentraleuropa. Liesbeth Mol, gegenwärtig Vorsitzende von Deloitte Nord- und Südeuropa, wird stellvertretende Vorsitzende. Die Neuaufstellung ist eine Reaktion auf den rasanten technologischen Wandel. Deloitte EMEA plant in den kommenden vier Jahren Investitionen von mehr als 1,5 Milliarden Euro in Schlüsselbereiche. Generative KI, souveräne Cloud-Infrastrukturen, branchenspezifische Lösungen und Technologien für Kunden in sich schnell verändernden Märkten stehen im Fokus. Die gebündelte Finanzkraft soll grenzüberschreitende Innovationen beschleunigen.

Lokale Stärke, regionale Schlagkraft

Houston betont die strategische Logik der neuen Struktur. Deloitte EMEA stärke die Fähigkeit, über Ländergrenzen hinweg im großen Maßstab zu investieren und Innovationen in den für Mandanten wichtigsten Bereichen voranzutreiben. Die marktführenden lokalen Partnerschaften blieben erhalten, würden aber durch regionale Zusammenarbeit ergänzt. Joe Ucuzoglu, weltweiter Vorstandschef von Deloitte, ordnet die Ankündigung entsprechend ein. Die EMEA-Region bilde einen kritischen Bestandteil der Weltwirtschaft und beherberge viele der einflussreichsten Unternehmen. Mandanten erwarteten führende Expertise unabhängig vom Standort sowie nahtlose, technologiegestützte Leistungserbringung über Grenzen hinweg. Die neue Einheit soll genau das ermöglichen.