Takko Fashion prüft Verkauf durch Finanzinvestoren

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February 24, 2026
25.02.2026
3 Minuten Lesezeit

Die aktuellen Eigentümer von Takko Fashion prüfen strategische Optionen, darunter einen Verkauf. Die Pepco Group gilt als möglicher Käufer für die Modekette mit 2.000 Filialen in 17 Ländern, die operativ stabilisiert ist, aber unter hoher Verschuldung leidet.

Formalisierter Prozess in frühem Stadium

Die aktuellen Investoren von Takko Fashion prüfen laut Finanzkreisen strategische Optionen für die Modekette, darunter auch einen Verkauf. Ein formalisierter Prozess ist bereits angestoßen worden, befindet sich jedoch noch in einem frühen Stadium. Takko wechselte in den vergangenen Jahren mehrfach den Besitzer. 2010 übernahm Apax das Unternehmen von Advent. Die Erwartungen erfüllten sich jedoch nicht wie erhofft. Im Zuge einer finanziellen Restrukturierung ging Takko später an seine Gläubiger über. Seither bestimmen vor allem internationale Finanzinvestoren die Geschicke des Unternehmens. Mit rund 2.000 Filialen in 17 Ländern zählt Takko zu den großen Akteuren im europäischen Niedrigpreissegment.

Operative Erholung trotz hoher Verschuldung

Nach schwierigen Jahren und erheblichen Belastungen während der Corona-Pandemie hat sich das Geschäft zuletzt spürbar erholt. Interne Umbrüche im Management scheinen überwunden, das Sortiment spricht verstärkt preisbewusste Kunden an. In den ersten drei Quartalen des vergangenen Geschäftsjahres lag der Umsatz bei knapp 1 Milliarde Euro und damit leicht unter dem Vorjahreswert. Gleichzeitig stieg das operative Ergebnis um gut 6 Prozent. Die Finanzierung bleibt jedoch ein sensibles Thema. Hoch verzinste Verbindlichkeiten belasten weiterhin die Bilanz und erschweren eine Bewertung für potenzielle Käufer.

Pepco Group als potenzieller Käufer trotz eigener Probleme

Als potenzieller Interessent wird der Handelskonzern Pepco Group gehandelt. Zwischen beiden Unternehmen gibt es bereits indirekte Verbindungen über gemeinsame Investoren. Pepco selbst war zuletzt in Deutschland mit Schwierigkeiten konfrontiert, die deutsche Landesgesellschaft musste Insolvenz anmelden. Ein möglicher Einstieg würde den Wettbewerb im deutschen Textilhandel weiter verschärfen. Die Transaktion würde für die aktuellen Finanzinvestoren einen Exit aus einem Investment ermöglichen, das durch die Restrukturierungsphase und hohe Verschuldung geprägt war. Der Verkaufsprozess reflektiert die Herausforderungen im europäischen Textil-Discount-Segment mit intensivem Wettbewerb und anhaltend preissensiblen Konsumenten.

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