Paragon Partners übernimmt die BALDUR Garten GmbH vollständig und setzt auf Wachstum über Reichweite, Lie-ferfähigkeit und Zukäufe. Die Transaktion ist als Plattformausbau im Konsum und Handelsumfeld angelegt.
Paragon Partners hat den Kaufvertrag zur Übernahme von 100 Prozent der Anteile an der BALDUR Garten GmbH unterzeichnet. Neben Paragon sind ein Teil der bisherigen Gesellschafter, Geschäftsführer Bernd Koch sowie eine niederländische Familiengesellschaft beteiligt, was auf eine langfristig ausgerichtete Struktur mit Kontinuität im operativen Betrieb hindeutet. BALDUR betreibt nach Unternehmensangaben in Bensheim ein integriertes Modell mit Lagerhaltung, Logistik, Kundenservice und eigener Inhaltserstellung, was im Direktvertrieb die Kontrolle über Qualität, Verfügbarkeit und Retourenprozesse stärkt. Das Unternehmen nennt mehr als eine Million Kundinnen und Kunden pro Jahr sowie ein Sortiment von über 1.500 Artikeln, darunter Outdoor und Indoor-Pflanzen, Blumen-zwiebeln, Saatgut, Dünger und Gartenzubehör. In der Spitze sind am Standort über 500 Mitarbeitende beschäftigt, womit die Transaktion nicht nur ein Marken, sondern auch ein operatives Skalierungssetup betrifft. Für den Betei-ligungsmarkt ist relevant, dass die Kommunikation weniger auf Kostenschnitte als auf Wachstumsfinanzierung und Prozessqualität abzielt.
Paragon begründet die Beteiligung mit einer starken Marktposition von BALDUR und mit der Erwartung, dass die Durchdringung des Pflanzenhandels über das Internet weiter zunimmt. Für die nächste Phase werden eine paneu-ropäische Expansion und gezielte Zukäufe als zentrale Hebel genannt, womit eine klassische Additionsstrategie im mittelständischen Umfeld sichtbar wird. Operativ ist dabei typischerweise entscheidend, ob Beschaffung, Lager-steuerung und Auslieferung so skaliert werden können, dass Stückkosten sinken und Lieferzeiten stabil bleiben, während das Sortiment erweitert wird. Hinzu kommt, dass eine breitere geografische Abdeckung meist Anpassun-gen in Verpackung, Zustellung und Kundenkommunikation erfordert, um Reklamationen und Retouren im Griff zu behalten. Der Investor positioniert sich als Sparringspartner und Kapitalgeber, was auf einen aktiven Ausbau der Plattform statt auf eine reine Finanzierungsrolle schließen lässt. Für Finanzverantwortliche ist die zentrale Frage, wie schnell Wachstum in planbare Deckungsbeiträge übersetzt wird und welche Investitionsbudgets dafür vorge-sehen sind.




