Der Düsseldorfer KI-Infrastrukturanbieter Polarise hat sich eine Fremdkapitalfinanzierung in hoher zweistelliger Millionenhöhe gesichert. Eine ursprünglich geplante Mehrheitsbeteiligung wurde dafür in eine Kreditstruktur umgewandelt.
Der Düsseldorfer KI-Infrastrukturanbieter Polarise hat sich eine weitere Fremdkapitalfinanzierung von bis zu einem hohen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag gesichert. Kapitalgeber ist die SWI Stoneweg Icona Group. Interessant ist dabei die Struktur des Deals: Eine zuvor angekündigte mehrheitliche Eigenkapitalbeteiligung der SWI Group wird nicht umgesetzt, stattdessen haben beide Unternehmen sie in eine Fremdkapitalfinanzierung überführt. Polarise positioniert sich als europäische AI Neo Cloud und ist NVIDIA Cloud Partner. Aktuell bietet das Unternehmen über Standorte in Oslo und München Zugang zu KI-Rechenleistung. Besonders groß sind die Pläne im bayerischen Amberg, dort ist eine neue AI Factory mit einer Anfangskapazität von 65 Megawatt geplant. Perspektivisch soll der Standort auf bis zu 120 Megawatt erweitert werden.
CEO Michel Boutouil sagt, die Wachstumsstrategie ziele darauf ab, die europäische KI-Infrastruktur der Zukunft aufzubauen, mit nachhaltigen, effizienten AI Factories und souveräner KI-Rechenleistung für Unternehmen. Ein zentraler Baustein ist das AI-Pod-Konzept: Dabei soll KI-Infrastruktur modular in bestehende Gebäude integriert werden statt ausschließlich auf der grünen Wiese. Das verspricht eine schnellere Umsetzung und einen geringeren Ressourcenbedarf. Polarise prüft bereits weitere strategische und finanzielle Partnerschaften mit internationalen Investmentgesellschaften, denn der Aufbau von AI Factories ist durch GPUs, Stromversorgung und Kühlung äußerst kapitalintensiv.




