Deutsche Konzerne bauen massiv Führungspositionen ab. Experten raten Managern, pauschale Einmalabfindungen genau zu prüfen, bevor sie unterschreiben.
Volkswagen streicht über 5.000 Managementstellen, fast jede vierte Führungsposition im Konzern. Bei der Deutschen Bahn sollen 21 von 43 Posten in der Konzernleitung wegfallen. Bayer hat seine Führungsebene bereits von 17.000 auf 5.000 Stellen reduziert. BMW baut im indirekten Bereich 8.000 Stellen ab und bietet dafür bis Ende 2027 ein Freiwilligenprogramm an. Laut BCG-Analysten spielt dabei auch der Einsatz von KI eine Rolle, wodurch sich Führungsebenen von zehn auf vier reduzieren lassen.
Ein Beispiel zeigt das Risiko: Ein 55-jähriger Manager erhält 700.000 Euro Abfindung, netto bleiben rund 360.000 Euro. Verliert er dafür seine betriebliche Altersversorgung von 50.000 Euro jährlich bis zum 63. Lebensjahr, entsteht ein Schaden von 400.000 Euro. Der Schaden übersteigt damit die Nettoabfindung. Experten empfehlen deshalb mehrstufige Übergangsvergütungen über 6 bis 18 Monate, gestaffelt nach Gehaltsanteilen. Auch eine Wettbewerbsentschädigung, die gesetzlich mindestens 50 Prozent des Gehalts betragen muss, kann sich lohnen. Solche Modelle bringen laut Fachberichten bis zu 30 Prozent höhere Nettoeffekte. Wichtig zudem: Seit 2025 können Arbeitgeber die steuermindernde Fünftelregelung nicht mehr direkt beim Lohnsteuerabzug anwenden, Betroffene müssen sie über die Steuererklärung geltend machen.




