Rheinmetall startet Milliarden-Deal in Spanien

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March 26, 2026
02.04.2026
2 Minuten Lesezeit

Die deutschen Waffenbauer wollen mit dem spanischen Marktführer kooperieren. Ziel: Ausschreibungen für 3.000 Militär-Lkw und Hunderte gepanzerte Fahrzeuge. Papperger spricht von Volumen im Milliardenbereich.

Absichtserklärung in Düsseldorf unterzeichnet

Rheinmetall-Chef Armin Papperger und Indra-Chef Ángel Escribano haben in Düsseldorf eine Absichtserklärung für eine Zusammenarbeit unterzeichnet. Als nächster Schritt soll noch in diesem Jahr ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet werden, um bei einer Ausschreibung der spanischen Armee für die Beschaffung von bis zu 3.000 Militär-Lastwagen mitzumachen. Außerdem nehmen die beiden Firmen eine spanische Ausschreibung für mehrere Hundert gepanzerte taktische Fahrzeuge ins Visier. Auch der Bau von Kampfpanzern ist möglich. Rheinmetall arbeitet im Service-Geschäft bereits mit Indra zusammen und kümmert sich um Leopard-Panzer in den Reihen der spanischen Armee.

Einige Milliarden Euro Volumen

Papperger erklärt gegenüber der dpa: Indra sei Marktführer in Spanien, Rheinmetall in Deutschland. Man wolle bei Fahrzeugen, Satelliten, Elektronik und im Marinebereich zusammenarbeiten. So könne man Elektronik von Indra in Rheinmetall-Fahrzeuge einbauen. Startpunkt der Zusammenarbeit seien die beiden Ausschreibungen des spanischen Staates. Man spreche von einigen Milliarden Euro. Indra-Chef Escribano sieht in der Partnerschaft eine gute Gelegenheit zum Weiterwachsen.

500 bis 700 Jobs in Spanien

Das Gemeinschaftsunternehmen soll in Spanien seinen Sitz haben, auch die Produktion wäre dort. Man werde mindestens 500 bis 700 Jobs schaffen, so Papperger. Künftig könnte die Beschäftigtenzahl steigen. Indra stellt Sensorik und andere Elektronik etwa für Flugzeuge, Militärfahrzeuge, Schiffe und Weltraum-Satelliten her. Die Firma aus Madrid kam im vergangenen Jahr mit rund 62.000 Beschäftigten auf einen Konzernumsatz von rund 5,5 Milliarden Euro. Von dem Umsatz entfielen 1,4 Milliarden auf die Verteidigungssparte, ein Plus von mehr als einem Drittel. Rheinmetall machte im vergangenen Jahr mit 33.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 9,9 Milliarden Euro, ein Plus von 29 Prozent.