White & Case mit Klage wegen feindlicher Arbeitsumgebung konfrontiert

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March 26, 2026
27.03.2026
3 Minuten Lesezeit

Ein Mitarbeiter wirft der Kanzlei Diskriminierung und Vergeltung vor. Intime Fotos sollen jahrelang unter Kollegen kursiert sein.

Schwere Vorwürfe aus New York

White & Case sieht sich mit einer Klage konfrontiert. Ein Mitarbeiter hat die Kanzlei vor dem Supreme Court im New Yorker Bezirk Bronx verklagt. Der Vorwurf: feindliche Arbeitsumgebung, Diskriminierung, Vergeltungsmaßnahmen und unrechtmäßige Verbreitung intimer Bilder. Die Kanzlei weist die Anschuldigungen zurück. Der Kläger, ein hispanischer Mann, der als Digital Production Specialist bei White & Case arbeitet, schildert einen Vorfall bei einem Firmenevent in Kalifornien im Jahr 2023. Er sei bewusstlos gewesen, als sein Vorgesetzter ihn entkleidet und fotografiert habe. Die Bilder seien anschließend jahrelang unter Führungskräften und Mitarbeitern weitergereicht worden, ohne dass er davon wusste. Erst 2026 habe er bei einer Firmenveranstaltung in London davon erfahren, als Kollegen sich über seine Anatomie lustig machten. Die Fotos sollen weiterhin im Umlauf sein, möglicherweise auch außerhalb der Kanzlei.

Interne Untersuchung als Farce kritisiert

Der Kläger forderte eine unabhängige Untersuchung. Stattdessen habe White & Case nur eine oberflächliche interne Prüfung durchgeführt, deren Ergebnisse ausschließlich der Kanzleiführung und den Anwälten zugänglich seien. Die Verantwortlichen würden geschützt statt zur Rechenschaft gezogen, heißt es in der Klageschrift. Der Mitarbeiter gibt an, sich an seinem Arbeitsplatz nicht mehr sicher zu fühlen. Er leide unter posttraumatischer Belastungsstörung und schweren Angstzuständen. Als er bezahlten Urlaub für eine Behandlung beantragte, habe die Kanzlei abgelehnt. Er musste unbezahlt freinehmen. Der Kläger verlangt die Löschung aller Fotos von sämtlichen Geräten der Kanzlei. Außerdem soll das Gericht White & Case verpflichten, verbindliche Schulungen zu Belästigung und Diskriminierung einzuführen.

Kanzlei weist Vorwürfe zurück

Ein Sprecher von White & Case erklärte, die Anschuldigungen seien haltlos. Die Kanzlei sei einem professionellen, respektvollen und inklusiven Arbeitsumfeld verpflichtet und verfüge über strenge Richtlinien und Verfahren, um hohe Standards zu gewährleisten. Die Kanzlei Eisenberg & Baum vertritt den Kläger.

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