Eine Nachricht über eine passende Position kann eine echte Chance sein oder der Auftakt zu einer Betrugsmasche. Ein paar Prüfungschritte zeigen, ob ein Angebot seriös ist.
Ein echter Personalvermittler stellt sich mit Namen, Beratungsunternehmen und konkretem Anlass vor. Bei Executive Search darf der Firmenname zunächst offenbleiben, Branche und Aufgabenbereich sollten aber trotzdem klar umrissen sein. Stutzig werden sollte man bei vagen Versprechen von hohem Verdienst ohne nötige Erfahrung oder wenn plötzlich Eile geboten scheint. Hilfreich für die eigene Einschätzung sind vor allem: die Person und das Unternehmen dahinter, die angebotene Position selbst, der weitere Gesprächsverlauf sowie der Umgang mit persönlichen Informationen. Wer nach Ausweisdaten, Steuernummer, Kontoverbindung oder Zugangscodes fragt, bevor überhaupt ein echtes Gespräch stattgefunden hat, verdient kein Vertrauen.
Wer unsicher ist, kann gezielt nachhaken, etwa welche Personalberatung dahintersteckt oder wie der Ablauf konkret aussieht. Auch die Frage, was mit den eigenen Unterlagen geschieht, ist völlig legitim, ein professioneller Headhunter beantwortet solche Rückfragen ohne zu zögern und akzeptiert auch ein Nein. Auffällig sind dagegen ein spärlich gefülltes Profil, ein Firmenname, der sich nicht zuordnen lässt, sprachliche Unstimmigkeiten oder das schnelle Drängen auf ein Gespräch über WhatsApp. LinkedIn rät in solchen Fällen zum Melden und Blockieren, Verbraucherschützer warnen ausdrücklich vor Identitätsdiebstahl durch gefälschte Jobangebote.




