STIHL-Chef: 40 Stunden ohne Lohnausgleich

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September 7, 2026
09.09.2026
1 Minute Lesezeit

Aufsichtsratschef Nikolas Stihl fordert in einem Gastbeitrag eine Rückkehr zur 40-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich sowie eine längere Lebensarbeitszeit. Hintergrund ist seine Sorge um den schwindenden Industriestandort Deutschland.

Deutliche Warnung vor Substanzverlust

Stihl, Aufsichtsratschef des Motorsägenherstellers, fordert eine Rückkehr zur 40-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich. „Die Lage der deutschen Wirtschaft ist ernst, sehr ernst“, sagt er. Nach seinen Angaben sei in den vergangenen acht Jahren rund 15 Prozent der industriellen Produktion verloren gegangen, monatlich verschwänden etwa 15.000 Industriearbeitsplätze. Als Hauptursachen nennt er hohe Energiekosten, Steuern, Arbeitskosten und übermäßige Regulierung.

Höheres Arbeitsvolumen als zentrales Ziel

„Um unseren Wohlstand zu erhalten und Sozialleistungen auf hohem Niveau zu sichern, muss das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen steigen“, so Stihl. Neben der 40-Stunden-Woche fordert er eine längere Lebensarbeitszeit, mehr Fachkräftezuwanderung und stärkere Anreize für Mehrarbeit. Zusätzlich verlangt er, Sozialabgaben unter 40 Prozent des Bruttolohns zu halten sowie schnellere Behördenverfahren und erleichterte Investitionen in Zukunftstechnologien. Sein Fazit: „Wir dürfen keine Zeit mehr verlieren, denn nur ein leistungsstarker und wettbewerbsfähiger Standort kann Wohlstand und einen starken Sozialstaat sichern.“

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