Der DAX Stellenabbau 2026 fällt deutlich aus: Die 40 DAX-Konzerne haben im vergangenen Jahr 47.700 Arbeitsplätze abgebaut, während mindestens 13 von ihnen Rekordgewinne meldeten. Der Arbeitnehmerflügel der CDU verlangt nun einen programmatischen Neuanfang.
Im Inland gingen ein Prozent der Stellen verloren, im Ausland 1,3 Prozent. Frankreichs führende Börsenunternehmen melden dagegen nur ein Minus von 0,2 Prozent, Italien und Spanien legen sogar um 0,9 Prozent zu. Besonders stark traf es die großen Konzerne: Bei den 69 Prozent der DAX-Firmen mit über 100.000 Beschäftigten sank die Stellenanzahl um 0,3 Prozent. Kleinere gelistete Unternehmen bauten dagegen um 3,5 Prozent auf, Firmen unter 25.000 Mitarbeitern um 0,7 Prozent. EY-Partner Constantin Gall wertet den Befund als ernstes Signal für den Standort. Sein Co-Autor Martin Gerber verweist darauf, dass viele Restrukturierungsprogramme erst mit Verzögerung in den Beschäftigtenzahlen sichtbar werden.
CDA-Bundesvorsitzender Dennis Radtke kritisiert nach den Niederlagen in Berlin, Mecklenburg-Vorpommern sowie Sachsen-Anhalt die eigene Partei. In Sachsen-Anhalt hätten 70 Prozent der früheren Wähler von Reiner Haseloff angegeben, die CDU kümmere sich nicht um Arbeitnehmerinteressen. Radtke fordert eine breitere personelle Aufstellung und einen anderen Umgang des Parteichefs Friedrich Merz mit den Beschäftigten. Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt verlangt ebenfalls einen inhaltlichen Neuanfang. Das CDU-Präsidium berät am 11. Oktober in Berlin. In der Sache lehnt Radtke geplante Kürzungen beim Elterngeld ab und verlangt, Tarifgrenzen automatisch an die Inflation anzupassen. Bei der Erbschaftsteuer sollen Ausnahmen auf betriebsnotwendiges Vermögen begrenzt und durch lange Stundungen flankiert werden; das Bundesverfassungsgericht entscheidet im kommenden Monat.




