Eine neue Studie des Gesundheitsunternehmens Mavie zeigt, wie verbreitet Stress im Berufsleben inzwischen ist, und wie selten offen darüber gesprochen wird. Besonders auffällig: Die meisten gehen trotzdem weiter zur Arbeit.
83 Prozent der Erwerbstätigen erscheinen laut einer neuen Mavie-Studie selbst dann im Büro, wenn Erschöpfung oder ein Burnout sie eigentlich ausbremsen sollte, meist aus finanziellem Druck oder aus Angst, Schwäche zu zeigen. Besonders betroffen sind Frauen: 73 Prozent fühlen sich häufig gestresst, bei Männern sind es 61 Prozent. "Anwesenheit allein bedeutet nicht, dass Mitarbeitende gesund, motiviert und leistungsfähig sind", sagt Mavie-Geschäftsführer Lukas Mayrl.
56 Prozent erleben ihre Führungskraft laut Studie häufig sichtlich gestresst, mit Folgen für Motivation und Arbeitsqualität im Team. Unter Dauerdruck kippen laut der Beraterin Michaela Hack oft auch deren Stärken: Aus Selbstvertrauen wird Arroganz, aus Entscheidungsfreude Kontrollzwang. "Ein gesundes Unternehmen entsteht nicht dadurch, dass möglichst viele Menschen möglichst lange durchhalten, sondern dass Belastungen früh erkannt und gemeinsam Lösungen gefunden werden", sagt Mayrl.




