Bayer finanziert Monsanto-Vergleich mit 8-Milliarden-Kreditlinie

blog main image
February 25, 2026
26.02.2026
2 Minuten Lesezeit

Der Leverkusener Konzern sichert sich 7,25 Milliarden US-Dollar für den Sammelvergleich in den USA, refinanziert über Anleihen und eigenkapitalähnliche Instrumente.

Sammelvergleich mit 21-jähriger Zahlungsverpflichtung

Bayer hat einen milliardenschweren Sammelvergleich zur Beilegung eines Großteils der Rechtsstreitigkeiten in den USA angekündigt, die aus dem Kauf von Monsanto resultierten. Sollte das Gericht in St. Louis den Vergleich genehmigen, will Bayer in den kommenden 21 Jahren 7,25 Milliarden US-Dollar (rund 6,16 Milliarden Euro) in die Hand nehmen. Der Vergleich würde die jahrelange Klagewelle in den USA beenden, die den Konzern seit der Monsanto-Übernahme belastet.

Syndizierte Kreditlinie über 8 Milliarden US-Dollar

Zur Finanzierung des Sammelvergleichs sowie bestimmter Anleihefälligkeiten hat Bayer eine neue syndizierte Kreditlinie in Höhe von 8 Milliarden US-Dollar abgeschlossen. Die Kreditlinie soll über Anleihen sowie Instrumente refinanziert werden, die Ratingagenturen als eigenkapitalähnlich einstufen. Eine Kapitalerhöhung zur Finanzierung der Sammelklagen sei nicht geplant. Linklaters beriet Bayer beim Abschluss der neuen Kreditlinie. Für CFOs und Corporate-Finance-Teams ist die Strukturierung bemerkenswert: Bayer wählt eine hybride Refinanzierung, die das Rating schont und gleichzeitig die Eigenkapitalquote nicht verwässert.