Der IT-Dienstleister schlägt ein erweitertes Prüfmandat vor. Die Aktionäre sollen auf der Hauptversammlung zustimmen. Zudem steht eine unveränderte Dividende zur Abstimmung.
Bechtle spannt Deloitte für zusätzliche Aufgaben ein. Ab 2026 soll die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft neben dem Jahresabschluss auch den Nachhaltigkeitsbericht unter die Lupe nehmen. Die Eigentümer sollen das bei der Hauptversammlung im Juni durchwinken. Der Schritt ist kein freiwilliger Luxus. Brüssel zieht die Zügel an: Börsennotierte Unternehmen müssen ihre Angaben zu Umwelt, Sozialem und Unternehmensführung zunehmend extern absegnen lassen.
Beim Geld für die Aktionäre bleibt alles beim Alten. 0,70 Euro je Anteilsschein schlägt der Vorstand vor, dasselbe wie im Vorjahr. Knapp 40 Prozent des Gewinns fließen damit an die Eigentümer. Die Ertragslage hat allerdings nachgegeben. Vor Steuern blieben im abgelaufenen Jahr 324 Millionen Euro hängen, rund sechs Prozent weniger als zuvor. Der Mittelzufluss aus dem Tagesgeschäft hielt sich mit fast 290 Millionen Euro auf solidem Niveau.
An der Börse hat Bechtle einen miserablen Jahresauftakt hingelegt. Seit Januar ist das Papier um rund 30 Prozent abgesackt und pendelt aktuell um die 30-Euro-Marke. Strategisch will der Konzern unabhängiger vom launischen Geschäft mit Computern und Zubehör werden. Zukäufe jenseits der Landesgrenzen und ein stärkerer Fokus auf Cloud-Dienste sollen das Geschäft stabilisieren. Für das laufende Jahr stellt die Führung ein Umsatzplus von maximal fünf Prozent in Aussicht.




