BMW hat seine Gewinnprognose für das laufende Jahr gesenkt. Der neue Konzernchef Milan Nedeljkovic schließt einen Stellenabbau nicht aus. Schuld ist vor allem das schwache China-Geschäft.
Der Münchner Autobauer BMW hat seine Gewinnprognose für 2026 überraschend gesenkt. Hauptursache ist die enttäuschende Entwicklung des China-Geschäfts. Der neue Konzernchef Milan Nedeljkovic, der Nachfolger von Oliver Zipse, kündigte an, laufende Sparmaßnahmen deutlich zu intensivieren und zu beschleunigen. Gespräche mit dem Betriebsrat über konkrete Maßnahmen seien in Vorbereitung. Ob es zu einem Stellenabbau kommt, ließ Nedeljkovic offen, schloss ihn jedoch nicht aus. BMW beschäftigt weltweit rund 150.000 Menschen; bereits im Geschäftsbericht für 2026 war ein leichter Beschäftigungsrückgang von bis zu fünf Prozent in Aussicht gestellt worden.
Handelsexperte Professor Ferdinand Dudenhöffer fordert von der BMW-Führungsetage ein schnelles Umdenken. Der Konzern steht vor einer Kombination aus hohen Fixkosten, sinkenden Margen und zunehmendem Wettbewerbsdruck in China durch lokale Anbieter. BMW hatte bereits im vergangenen Jahr auf steigende Kosten und eine schwächere Nachfrage reagiert. Der Betriebsrat betonte, man wolle an tragfähigen Lösungen im Dialog und mit Verantwortung für die Beschäftigten arbeiten, bevor konkrete Zahlen kommuniziert werden.




