Der britische Billigflieger Easyjet geht an den US-Finanzinvestor Apollo, nachdem sich Konkurrent Castlelake endgültig aus dem Bieterrennen zurückgezogen hat. Apollo bietet 7,15 Pfund je Aktie und damit 5,7 Milliarden Pfund.
Der britische Billigflieger Easyjet geht an den US-Finanzinvestor Apollo, der sich die Unterstützung des Managements und der Gründerfamilie Haji-Ioannou für seine Offerte über 7,15 Pfund je Aktie beziehungsweise 5,7 Milliarden Pfund gesichert hat. Der Konkurrent Castlelake, der seit Mai um den Billigflieger geworben und den Angebotspreis mehrfach erhöht hatte, zog sich am Donnerstag endgültig aus dem Bieterrennen zurück, zuletzt hatte er eine Offerte von 6,90 Pfund in Aussicht gestellt. Die Easyjet-Aktie fiel nach der Meldung über den Rückzug zunächst um bis zu 10 Prozent, drehte nach Bekanntgabe der Einigung mit Apollo aber kräftig ins Plus und schloss 4 Prozent höher bei 675 Pence, knapp 6 Prozent unter der Apollo-Offerte. Der Kurs hat sich im Zuge des Übernahmekampfs mehr als verdoppelt, nachdem die Aktie Mitte Mai noch auf einem Mehrjahrestief notiert hatte.
Der Rückzug von Castlelake dürfte in Lufthansa-Kreisen für Erleichterung sorgen. Befürchtet wurde, dass Castlelake im Hintergrund Rückendeckung von Air France-KLM hat und Easyjet am Ende beim französisch-niederländischen Konkurrenten landen könnte. Grund für diese Annahme war, dass Castlelake 2024 in die skandinavische SAS investierte und Air France-KLM vor einem Jahr ankündigte, alle Castlelake-Anteile an SAS zu übernehmen und damit größter Aktionär zu werden. Ein ähnliches Vorgehen bei Easyjet, das mehr als 360 Jets der Airbus-A320-Familie betreibt, wurde befürchtet.




