Bund erwägt Milliarden-Einstieg bei der Commerzbank

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May 6, 2026
07.05.2026
2 Minuten Lesezeit

Berlin prüft, ob die KfW weitere Commerzbank-Anteile erwerben soll, um eine Übernahme durch UniCredit zu verhindern. Eine Sperrminorität würde den Staat fast fünf Milliarden Euro kosten.

KfW als Schutzschild gegen Orcel

In der Berliner Regierungskoalition mehren sich laut Insidern die Stimmen für eine Aufstockung der Staatsbeteiligung an der Commerzbank. Konkret wird erwogen, die Staatsbank KfW zu nutzen, um das aktuelle Paket von gut zwölf Prozent wieder zu erhöhen. Auslöser ist das formelle Übernahmeangebot von UniCredit-Chef Andrea Orcel, der den Mailänder Anteil an der Commerzbank auf über 30 Prozent schrauben will. Danach hätte UniCredit spätestens Anfang 2027 freie Hand für weitere Aktienkäufe. Der stellvertretende SPD-Fraktionschef Armand Zorn bezeichnete eine Aufstockung als Ultima Ratio, die aber geprüft werden solle, wenn alle anderen Optionen scheitern.

Bis zu fünf Milliarden Euro für die Sperrminorität

Der finanzielle Aufwand wäre erheblich: Um eine Sperrminorität zu erreichen, müsste die KfW im Auftrag des Bundes fast fünf Milliarden Euro aufwenden. Zum Vergleich: Der Bund hatte mit dem Verkauf von 4,5 Prozent an der Commerzbank rund 700 Millionen Euro erlöst und damit UniCredit seinerzeit die Tür geöffnet; heute wäre dieses Paket fast 1,8 Milliarden Euro wert. Die Commerzbank plant, am Freitag eigene Pläne vorzustellen, wie sie ohne Verkauf an UniCredit noch profitabler werden kann. Zahlreiche Commerzbank-Kunden haben sich öffentlich gegen eine Übernahme positioniert. KfW, Bundesregierung und Commerzbank wollten sich zu den Überlegungen nicht äußern.

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