Der US-Vermögensverwalter Castlelake ist mit einem dritten Übernahmeversuch bei EasyJet gescheitert. Die britische Billigairline bezeichnet alle drei Offerten als opportunistisch und unterbewertet.
Der in Minneapolis ansässige Vermögensverwalter Castlelake hat seit dem 12. Juni drei aufeinanderfolgende Übernahmeofferten für EasyJet eingereicht: zunächst 560 Pence je Aktie, dann 600 Pence und zuletzt 625 Pence je Aktie, was einer Bewertung von rund 4,74 Milliarden Britischen Pfund entspricht. Alle drei Angebote hat EasyJet zurückgewiesen. Das jüngste Angebot, das am Sonntag abgelehnt wurde, bezeichnete der Vorstand als opportunistischen Versuch, EasyJet vor dem Hintergrund eines vorübergehend gedrückten Aktienkurses billig zu übernehmen. Die EasyJet-Aktie stieg am Montag um 3,4 Prozent auf 521 Pence, deutlich unter dem Angebotspreis.
EasyJet bemängelt neben der Bewertung auch die geplante Eigentümerstruktur: Das Bietervehikel würde zu 49 Prozent Castlelake und zu 51 Prozent EU-Staatsangehörigen sowie möglicherweise weiteren nicht offengelegten Investoren gehören. Castlelake seinerseits veröffentlichte den Vorschlag bewusst vor der sogenannten Put-up-or-shut-up-Frist am Freitag, um EasyJet-Aktionären die Möglichkeit zu geben, die Offerte eigenständig zu bewerten. Als EU-Partner sind Peter Bellew, ehemaliger Chief Operating Officer von EasyJet, sowie Mark Breen, CEO der Beratungsfirma Oneiros Aerospace, vorgesehen. EasyJet betonte, man befinde sich in einer Position der Stärke mit Investment-Grade-Bilanz und Netto-Cashposition.




