Die deutsche Niederlassung der internationalen Großkanzlei stärkt ihre Beratung in den Bereichen Bankrecht und Wirtschaftsstrafrecht. Christoph Nensa und Gerson Raiser steigen zum Juni in die erweiterte Partnerschaft auf.
Bei den Local Partnern handelt es sich um eine Karrierestufe, die Clifford Chance in all seinen weltweiten Büros einsetzt. Sie würdigt erfahrene Juristen, deren Arbeit für Mandanten und Sozietät bedeutsam ist, ohne dass sie zwangsläufig den Sprung in die Equity-Partnerschaft schaffen müssen. Charles Adams, weltweiter Managing Partner, beschreibt die Position als Würdigung verschiedener Wege, auf denen Talente zum Erfolg der Kanzlei beitragen. Stefan Sax, der die deutsche Niederlassung leitet, gratulierte den beiden Aufsteigern in einer Mitteilung. Er hob deren Engagement und Mandantenorientierung hervor.
Wer mit Behörden oder Aufsichten konfrontiert wird, braucht jemanden wie Gerson Raiser. Der Anwalt deckt das Feld des Wirtschaftsstrafrechts und der Compliance ab. Seine Mandanten sind nationale wie internationale Unternehmen, die er in Bußgeldverfahren verteidigt, durch interne Aufklärungen begleitet und im Vorfeld auf mögliche Risiken hinweist. Besonders prägnant zeigt sich sein Profil in zwei Spezialgebieten. Zum einen Geldwäsche und die Einhaltung von Finanz- und Wirtschaftssanktionen, zwei Themen, die seit der internationalen Sanktionswelle gegen Russland erheblich an Bedeutung gewonnen haben. Zum anderen Verfahren rund um Verstöße gegen den Datenschutz, ein Feld, in dem aufsichtsrechtliche Bußgelder rasch siebenstellig werden können.
Die zweite Beförderung betrifft den Bereich Finanzierung. Christoph Nensa berät beim Bauen komplexer Finanzierungspakete. Im Mittelpunkt seiner Arbeit stehen Übernahmen, sowohl öffentlich notierter als auch privater Zielunternehmen, sowie Infrastrukturvorhaben. Seine Mandantschaft ist breit aufgestellt. Banken, Beteiligungsgesellschaften, spezialisierte Debt Funds und Unternehmen verlassen sich auf seine Expertise bei klassischen Konsortialkrediten und neueren Instrumenten wie Unitranche-Finanzierungen. Auch grenzüberschreitende Transaktionen, in denen sich verschiedene Rechtssysteme überlagern und Elemente wie High-Yield-Anleihen oder Holdco-PIK-Strukturen zum Tragen kommen, gehören zu seinem Arbeitsalltag. Daneben arbeitet er an Schuldscheindarlehen, Projektfinanzierungen und Restrukturierungen.
Mit den zwei Personalentscheidungen verstärkt Clifford Chance gezielt Bereiche, in denen die Nachfrage in den vergangenen Monaten spürbar zugenommen hat. Bankgeschäfte rund um Übernahmen und Refinanzierungen wachsen, sobald sich der Markt aus seiner Zurückhaltung löst. Gleichzeitig haben Unternehmen einen wachsenden Bedarf an Beratung, wenn Aufsichtsbehörden genauer hinschauen oder Sanktionsfragen anstehen.




