Commerzbank meldet erneut Rekordergebnis

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August 6, 2026
07.08.2026
2 Minuten Lesezeit

Die Commerzbank hat im ersten Halbjahr erneut ein Rekordergebnis erzielt, das operative Ergebnis stieg um 14 Prozent. Zu den Übernahmeplänen der italienischen Unicredit äußert sich CEO Bettina Orlopp weiterhin zurückhaltend.

Operatives Ergebnis auf Rekordniveau

Getragen von einem kräftigen Plus im Privatkundengeschäft hat die Commerzbank ihr operatives Ergebnis im ersten Halbjahr um 14 Prozent auf einen Rekordwert von 2,7 Milliarden Euro gesteigert, der Reingewinn kletterte ebenfalls auf ein Rekordhoch von 1,8 Milliarden Euro. Besonders stark entwickelte sich der Bereich Privat- und Unternehmerkunden mit einem Ergebnissprung von 1,2 auf 1,6 Milliarden Euro, ein Plus von 33 Prozent. Im Firmenkundengeschäft dagegen ging es leicht bergab, das Ergebnis sank um 3,6 Prozent auf gut eine Milliarde Euro. Beim Personal bewegt sich derweil wenig: Die Zahl der Vollzeitstellen legte gegenüber Ende 2026 minimal von 39.867 auf 40.110 zu, wobei die Beschäftigung hierzulande sogar leicht zurückging. Für das Gesamtjahr bleibt die Bank bei ihrer Prognose eines Zinsüberschusses von 8,6 Milliarden Euro und rechnet zusätzlich mit 7 Prozent mehr Provisionserträgen. Im ersten Halbjahr lag der Zinsüberschuss mit 4,1 Milliarden Euro auf Vorjahresniveau, während die Provisionserträge um 8,1 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro zulegten, getrieben von einem starken Wertpapiergeschäft sowie höheren Einnahmen aus Zahlungsverkehr und Anleiheemissionen. Finanzvorstand Carsten Schmitt zeigte sich zufrieden: „Die starke finanzielle Performance unterstreicht die hohe Ertragskraft unserer Bank. Das dynamische Wachstum des Provisionsüberschusses und unser striktes Kostenmanagement zahlen sich aus. Die Nettoeigenkapitalrendite von 12,6 Prozent im ersten Halbjahr ist ein Rekord. Wir sind auf Kurs, unsere Ziele für das Gesamtjahr zu erreichen.“

Orlopp bleibt bei Unicredit-Frage zurückhaltend

Deutlich zurückhaltender fällt der Kommentar von CEO Bettina Orlopp zur drohenden Übernahme durch die italienische Unicredit aus. Monatelang hatte sie sich gegen die Avancen von Unicredit-Chef Andrea Orcel gestemmt, nun scheint sie sich mit dem wahrscheinlichen Ausgang abzufinden, ohne dabei kampflos aufzugeben: „Auch wenn die Unicredit über eine Mehrheit auf der nächsten Hauptversammlung verfügt, kann sie über wesentliche Strukturmaßnahmen nicht allein entscheiden. Das ist ein klarer Gestaltungsauftrag für beide Seiten. Dafür braucht es ein gemeinsames Verständnis des Geschäftsmodells und die Einbindung aller Stakeholder.“

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