Bei der Wiener Großkanzlei ist seit Mitte Juni ein neuer Rechtsanwalt eingetragen, der eine Doppelqualifikation aus Recht und Bautechnik mitbringt. Er verstärkt die Fachgruppe Immobilien- und Bauwirtschaft.
Wer bei Baurechtsstreitigkeiten nicht nur die Paragrafen kennt, sondern auch die technischen Hintergründe versteht, hat einen Vorteil. Genau diese Kombination bringt Maximilian Uidl mit, der seit dem 16. Juni offiziell als Anwalt bei CMS Reich-Rohrwig Hainz eintragen ist. Vor seinem Jurastudium absolvierte er eine bautechnische Ausbildung an einer HTL mit Schwerpunkt Tiefbau. Diese Mischung aus Bauingenieurwissen und rechtlicher Expertise will die Kanzlei für ihre Mandantschaft nutzbar machen. Eingebunden ist der neue Anwalt in das Team rund um Partner Nikolaus Weselik, der die Fachgruppe Immobilien- und Bauwirtschaft führt.
Uidl wird sowohl nationale als auch internationale Auftraggeber begleiten, und zwar über den gesamten Verlauf von Bau-, Infrastruktur- und Immobilienvorhaben. Im Mittelpunkt seiner Arbeit stehen Großbauprojekte und Anlagenbauvorhaben. Hinzu kommt ein Bereich, der in der Praxis oft erst gegen Ende eines Projekts an Bedeutung gewinnt: das sogenannte Nachtrags-, Claim- und Gewährleistungsmanagement. Hier geht es um Streitfragen rund um Zusatzleistungen, geltend gemachte Ansprüche und Mängel, die nach Bauabschluss zutage treten.
Nikolaus Weselik ordnet die Personalentscheidung in einen größeren Kontext ein: „Mit Maximilian Uidl bauen wir unsere Baurechtspraxis gezielt aus und setzen unseren Kurs, Talente aus den eigenen Reihen weiterzuentwickeln, konsequent fort. Seine Kombination aus rechtlicher Spezialisierung, technischer Ausbildung und Projekterfahrung ist ein entscheidender Mehrwert für unsere Mandant:innen." Damit verweist Weselik auf eine Strategie, die in der österreichischen Anwaltslandschaft nicht selbstverständlich ist. Statt erfahrene Spezialisten von außen einzukaufen, setzt CMS darauf, eigene Nachwuchskräfte schrittweise in größere Verantwortung wachsen zu lassen.
Der Zeitpunkt für eine Verstärkung im Baurechtsbereich ist günstig gewählt. Komplexe Großvorhaben in Infrastruktur und Hochbau bringen regelmäßig Streitfragen mit sich, die juristische Expertise verlangen. Wer mit einem Bein in der Baupraxis steht und mit dem anderen im Vertragsrecht, kann solche Auseinandersetzungen oft pragmatischer beurteilen.




