Die Münchner Niederlassung von Freshfields verstärkt sich um einen prominenten Partner. Der 42-Jährige kommt aus dem Düsseldorfer Hause Hengeler Mueller und bringt Erfahrung mit Großtransaktionen wie dem Innomotics-Verkauf von Siemens mit.
Üblicherweise gleichen Begrüßungsworte bei Anwaltsbewegungen einander wie ein Ei dem anderen. Vorschusslorbeeren gehören zum Pflichtprogramm. Aufmerksamkeit erregte deshalb, wie überschwänglich Patrick Cichy als Global Co-Head M&A and Capital den Neuzugang in Empfang nahm. Möritz sei ein „brillanter Jurist", er „passt perfekt zu dem Anspruch unserer Mandanten". Es sind Sätze, die auf eine hohe interne Bedeutung dieser Verpflichtung schließen lassen.
Im Mittelpunkt steht ein 42-jähriger Spezialist für Unternehmensübernahmen, Gesellschaftsrecht und Beteiligungsgeschäfte. Möritz arbeitet bevorzugt für Konzerne aus der Industrie, Finanzinvestoren und Versicherungshäuser. Ein Beispiel aus seiner Mandatsliste belegt das Kaliber seiner Tätigkeiten: Er gehörte zur Hengeler-Mannschaft, die Siemens beim Verkauf der Tochter Innomotics an den US-Finanzinvestor KPS Capital Partners begleitet hat. Sein Werdegang bei Hengeler Mueller hatte Anfang 2012 in Düsseldorf als Associate begonnen, sechs Jahre später erfolgte der Sprung in die Partnerschaft. Zuletzt war er Teil des Münchner Teams. Anwaltlich zugelassen ist er in Deutschland sowie im US-Bundesstaat New York.
Hinter der Verpflichtung steht eine handfeste Notlage des Vorjahres. Im Dezember 2025 hatten gleich vier Partner ihren Abschied verkündet, alle zog es zu Latham & Watkins, namentlich Markus Paul, Wessel Heukamp, Verena Nosch und Carsten Haak. Die entstandene Lücke im Bereich Transaktionsberatung musste geschlossen werden, und genau das versucht Freshfields seit Monaten systematisch.
Die Strategie der Wiederbelebung trägt erste Früchte. Im Januar des laufenden Jahres folgten drei Beförderungen zum Partner sowie ein extern angeworbener Zugang. Im Mai hieß die Sozietät vier weitere neue Partner willkommen. Möritz markiert nun den nächsten Baustein dieser Aufholjagd. Dass solche Manöver mit so hoher Frequenz stattfinden, hat einen einfachen Grund. Wer im Geschäft mit großen Übernahmen mitspielen will, braucht prominente Köpfe mit nachweisbaren Mandaten. Die deutsche Anwaltslandschaft ist in diesem Segment derzeit so beweglich wie selten zuvor.




