Deloitte setzt auf offene KI-Modelle: Neue Praxis gegen die Abhängigkeit von einzelnen Anbietern

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September 8, 2026
11.09.2026
2 Minuten Lesezeit

Mit der Open Model Engineering Practice will Deloitte Unternehmen mehr Kontrolle über Kosten, Daten und Datensouveränität beim Aufbau agentischer KI verschaffen.

Eine Antwort auf vier Kernprobleme

Deloitte hat weltweit eine neue Beratungseinheit namens Open Model Engineering gestartet. Sie reagiert darauf, dass immer mehr Unternehmen und Behörden offene KI-Modelle prüfen, um flexibler zu werden, Kosten zu steuern und sich nicht auf einen einzelnen Anbieter festzulegen. Im Kern adressiert die Praxis vier Anforderungen, die den Umgang mit KI derzeit prägen, nämlich die freie Wahl von Modell und Architektur je Arbeitslast, kalkulierbare Kosten beim Hochskalieren agentischer Anwendungen, Souveränität über den Ort des Einsatzes sowie Kontrolle über Daten, geistiges Eigentum und das Verhalten der Modelle.

Offen und proprietär im Zusammenspiel

Statt eines Entweder-oder verfolgt Deloitte einen gemischten Ansatz. Kunden sollen aus proprietären wie offenen Modellen, agentischen Plattformen, Cloud-Diensten und lokaler Infrastruktur die jeweils passende Kombination wählen können. Chief Services Officer Sundhar Sekhar betont, dass sich so Kosten managen, lokale Vorgaben erfüllen und die Hoheit über Daten und geistiges Eigentum wahren lasse, flankiert von verantwortungsvoller Technik und klarer Governance. Ein besonderer Vorzug offener Modelle liegt darin, sie für sprachliche und kulturelle Kontexte feinjustieren zu können. Technisch stützt sich die Praxis zunächst auf die offenen Nemotron-Modelle von NVIDIA sowie auf die Plattform Zora AI, über die Kunden Agenten in ihrer eigenen Umgebung betreiben und steuern.

Der Mensch hinter dem Modell

Getragen wird die Einheit von sogenannten Forward Deployed Engineers, also Spezialisten, die direkt bei den Mandanten vor Ort an der Umsetzung arbeiten. Deloitte will diese Fachleute bis ins Geschäftsjahr 2027 hinein einstellen, ausbilden und zertifizieren und macht sie zum operativen Fundament der neuen Praxis. Der Start erfolgt zunächst in Nordamerika, Europa und dem asiatisch-pazifischen Raum.

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