PE-Sponsoren konsolidieren sich aus der Exit-Flaute

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September 10, 2026
11.09.2026
2 Minuten Lesezeit

Europäische PE-Häuser kaufen so viele Add-ons wie seit zehn Jahren nicht mehr. Schroders-Capital-Manager Richard Damming erklärt, warum das gerade in der schwachen Exit-Phase zum entscheidenden Werthebel wird.

Konsolidierung als Exit-Garantie

Add-on-Deals machten im ersten Halbjahr 2026 mit 2.121 Transaktionen 57,7 Prozent aller europäischen PE-Deals aus, ein Zehnjahreshoch, so PitchBooks Q2 2026 European PE Breakdown. Für Richard Damming, Head of PE Investments Europe bei Schroders Capital, steckt dahinter mehr als Vorsicht: Eine konsolidierte Plattform lässt sich leichter verkaufen, weil Käufer die Integrationsarbeit dann nicht mehr selbst leisten müssen. Zudem verkaufen viele ältere Unternehmer im Zuge des Generationenwechsels, ohne auf den Höchstpreis zu pochen.

Sechsfach gekauft, zwölffach bewertet

Plattformen kosten oft das 10- bis 12-fache EBITDA, Zukäufe nur das 6-fache, „und sie werden plötzlich beim Zwölffachen bewertet", so Damming. Ist das Fremdkapital ausgereizt, hilft zunehmend Preferred Equity mit Exit nach 18 Monaten bis zwei Jahren, ein Instrument, das GPs laut Damming überraschend offen aufnehmen. Bei der KI-Nutzung sieht er dagegen oft noch mehr Ankündigung als Praxis. Um das zu ändern, brachte Schroders Capital die CEOs mehrerer IT-Portfoliounternehmen mit den beteiligten GPs und einigen auf KI-Anwendungen spezialisierten Beteiligungen in einem Forum zusammen, ein Austausch von Best Practices, der laut Damming ohne diesen Anstoß nicht zustande gekommen wäre.

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