Mit der Übernahme des Abfertigers Lug Aircargo baut Lufthansa Cargo ihre Position aus, rechtlich beraten von zwei Teams auf Käufer- und Verkäuferseite.
Lufthansa Cargo übernimmt die Lug Aircargo Handling, bislang ein Unternehmen der Bremer Dettmer Group. Der 1966 gegründete Abfertiger zählt an drei deutschen Luftfrachtstandorten, nämlich Frankfurt, Hamburg und München, etwa 400 Beschäftigte. Für den Konzern zahlt sich der Kauf gleich doppelt aus, weil er sowohl die verfügbaren Kapazitäten erweitert als auch den Spielraum bei der Abwicklung vergrößert. Besiegelt wurde die Vereinbarung am 7. September, während zum Kaufpreis Stillschweigen herrscht. Wirksam wird der Zusammenschluss allerdings erst, wenn die Kartellbehörden grünes Licht geben.
Für die Mandantschaft von Lug soll sich durch den Eigentümerwechsel nichts ändern. Das Unternehmen bleibt eigenständig, die gewachsenen Strukturen und Kundenbeziehungen werden fortgeführt. Der Zukauf fügt sich damit in eine Strategie, die auf Wachstum durch Integration setzt, ohne das übernommene Geschäft im Konzern aufgehen zu lassen.
Auf Erwerberseite setzte die Lufthansa auf die Kanzlei Kümmerlein, deren Team Dr. Sebastian J.M. Longrée anführte. Die Beratung erstreckte sich vom Zuschnitt und der Aushandlung des Geschäfts über die rechtliche Prüfung des Zielunternehmens bis zur Anmeldung bei der Wettbewerbsaufsicht. Konzernintern lag die Steuerung bei Jonas H. Hamm. Die verkaufende Dettmer Group wurde nach Informationen von LTO von PwC Legal unter dem Hamburger Partner Ivo Dreckmann begleitet, wobei der Schwerpunkt auf dem rechtlichen Aufbau der Transaktion, dem Entwurf des Unternehmenskaufvertrags und der Verhandlungsführung lag. Dass beide Seiten Spezialisten aus Gesellschafts-, Kartell-, Arbeits- und öffentlichem Recht aufboten, zeigt, wie vielschichtig sich selbst eine klar umrissene Frachtübernahme rechtlich darstellt.




