Die GRAWE-Gruppe übernimmt über ihre Tochter Hypo-Bank Burgenland die Austrian Anadi Bank. Zwei Wiener Kanzleien stehen den Parteien zur Seite.
Der österreichische Finanzsektor erlebt einen bemerkenswerten Eigentümerwechsel. Die Hypo-Bank Burgenland, die zum Imperium der Grazer Wechselseitigen Versicherung gehört, hat die Austrian Anadi Bank vollständig erworben. Anfang Januar 2026 setzten die Parteien ihre Unterschriften unter den Kaufvertrag. Vier Wochen später war die Transaktion abgeschlossen.
Die Wirtschaftskanzlei E+H begleitete die Hypo-Bank Burgenland durch den gesamten Prozess. Peter E.J. Winkler und Philipp Schrader übernahmen die Federführung im Bereich Gesellschaftsrecht und Bankregulierung. Marcus Benes und Christian Jöllinger ergänzten das Team mit ihrer M&A-Expertise. Arbeitsrechtliche Fragen klärten Jana Eichmeyer und Franziska Egger. Die kartellrechtliche Prüfung lag in den Händen von Dieter Thalhammer und William Redl. Eine Gruppe von Rechtsanwaltsanwärtern unterstützte die Partner bei der Abwicklung.
Wolf Theiss vertrat die Interessen der Austrian Anadi Bank. Partner Claus Schneider und Counsel Christine Siegl koordinierten das Mandat. Sebastian Prakljacic lieferte als Senior Associate Zuarbeit, Matthias Unterrieder steuerte arbeitsrechtliches Know-how bei. Neben dem eigentlichen Verkauf begleitete das Team auch ein Rückkaufsangebot für zwei ausstehende nachrangige Anleihen der Bank.
Für die GRAWE-Gruppe markiert die Übernahme einen weiteren Schritt zur Stärkung ihrer Finanzsparte. Die Hypo-Bank Burgenland gewinnt zusätzliche Kundenbeziehungen und erweitert ihre Marktpräsenz. Die Austrian Anadi Bank wiederum findet in der steirischen Versicherungsgruppe einen kapitalstarken Eigentümer mit langfristiger Perspektive. Ob und wie sich die Integration auf Standorte und Personal auswirkt, dürfte sich in den kommenden Monaten zeigen. Bankentransaktionen stellen besondere Anforderungen an die rechtliche Begleitung. Neben klassischen M&A-Themen spielen regulatorische Genehmigungen, kartellrechtliche Freigaben und arbeitsrechtliche Übergangsregelungen eine zentrale Rolle. Die Besetzung beider Teams mit Spezialisten aus mehreren Rechtsgebieten spiegelt diese Komplexität wider.




