PwC-Umfrage: Geld fließt nur mit KI-Plan

blog main image
February 27, 2026
27.02.2026
2 Minuten Lesezeit

Kapitalgeber wollen in Technologieunternehmen investieren. Doch sie verlangen Klarheit über Strategien und Ergebnisse, zeigt eine weltweite Befragung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.

Technik schlägt alle anderen Sektoren

Wo sehen Fondsmanager und Anlageexperten die besten Chancen? Die Antwort fällt überraschend deutlich aus. Mehr als 60 Prozent der Befragten nennen den Technologiesektor als attraktivsten Bereich für Kapitalallokationen in den kommenden drei Jahren. Vermögensverwaltung und Energieversorger landen abgeschlagen auf den Folgeplätzen. Für den Global Investor Survey hat PwC über tausend Fachleute aus Banken, Private-Equity-Häusern, Hedgefonds und staatlichen Investmentvehikeln in 26 Ländern befragt.

Appetit auf KI ist groß

Künstliche Intelligenz elektrisiert die Finanzwelt. Gut drei Viertel der Studienteilnehmer planen, ihre Engagements in Unternehmen mit KI-Fokus auszubauen. Die Hoffnungen sind konkret: höhere Produktivität, bessere Margen, steigende Umsätze. Doch Enthusiasmus allein genügt nicht mehr. Die Kapitalgeber wollen wissen, was genau mit ihrem Geld geschieht. Hier liegt das Problem. Nur rund ein Drittel der Befragten ist der Meinung, dass Unternehmen ausreichend über ihre KI-Vorhaben berichten. Rudolf Krickl, Chef von PwC Österreich, fasst die Erwartungshaltung zusammen: Investoren wüssten, dass Renditen zunächst Investitionen erforderten. Doch sie verlangten nachvollziehbare Kennzahlen, belastbare Governance und den Nachweis, dass Technologie tatsächlich auf Kostenstrukturen und Erlöse wirke.

Asien zieht, Europa hält mit

Regional richten sich die Blicke vor allem nach Osten. Drei Viertel der Befragten erwarten, dass der asiatisch-pazifische Raum in den kommenden Jahren die meisten Kapitalzuflüsse verzeichnen wird. Nordamerika folgt knapp dahinter. Europa landet auf dem dritten Platz, wird aber immerhin von mehr als der Hälfte der Investmentprofis als attraktiv eingestuft. Die Zuversicht in die globale Wirtschaftsentwicklung hält sich in Grenzen. Nicht einmal jeder Dritte rechnet mit einer spürbaren Verbesserung im kommenden Jahr. Sorgen bereiten Cyberattacken, technologische Umbrüche, Inflation und geopolitische Verwerfungen. Mehr als die Hälfte der Befragten stuft digitale Sicherheitsrisiken als erheblich ein.

Was Vertrauen schafft

Angesichts der Unsicherheiten bevorzugen Kapitalgeber Unternehmen, die Widerstandskraft demonstrieren. Investitionen in digitale Abwehr, anpassungsfähige Geschäftsmodelle und stabile Lieferketten gelten als positive Signale. Auch Klimamaßnahmen stehen hoch im Kurs: 84 Prozent der Befragten erwarten, dass Unternehmen hier nicht nachlassen. Wer Resilienz mit technologischer Offenheit verbindet, dürfte es bei der Kapitalsuche leichter haben.