EY-Beraterinnen berichten aus dem Technology Consulting und zeigen, dass Herkunft und Lebenslauf über den Einstieg weit weniger entscheiden als oft angenommen.
Wer glaubt, für eine Laufbahn im Technology Consulting brauche es den passgenauen Werdegang, wird von Talina Müller, Anna Kempen und Aylin Kurtaran eines Besseren belehrt. Ihre Hintergründe reichen von BWL über Wirtschaftsingenieurwesen bis zum dualen Studium, eine der drei fand über die Gaming-Szene ins Feld und verantwortet heute ein Team in der Cyber Security. Ausschlaggebend ist demnach nicht der lückenlose Lebenslauf, sondern Neugier auf Technologie und die Bereitschaft, sich fortlaufend weiterzuentwickeln. Formate wie das Fast-Track-Trainee-Programm sollen diesen offenen Einstieg unterstützen, indem sie früh einen Überblick über Themenfelder und mögliche Spezialisierungen bieten.
Entscheidend für die Entwicklung ist nach Schilderung der drei nicht das Seminar, sondern das Mandat. Im direkten Kundenkontakt, in internationalen Projekten, bei Prozessoptimierungen und technologischen Transformationen wachsen fachliche wie persönliche Kompetenz. Diese Bandbreite macht die Arbeit reizvoll, fordert aber auch: Prioritäten verschieben sich, intensive Projektphasen verlangen Flexibilität, und gerade zu Beginn ist vieles gleichzeitig neu. Was in solchen Momenten trägt, ist ein Team, das Erfahrungen teilt und zusammenhält, ob im Homeoffice, beim Kunden oder auf Reisen.
Tech und Beratung gelten weiterhin als männlich geprägt, und die drei Beraterinnen sprechen das offen an. Ihre eigene Erfahrung widerspricht dem Bild jedoch deutlich: Sie führen Teams, treiben Innovationen voran und begleiten Unternehmen durch die digitale Transformation. Mit jedem Projekt wächst das Zutrauen, Fragen zu stellen und Chancen aktiv zu ergreifen. Role Models wirken dabei als Orientierung und machen sichtbar, dass ein Umweg in dieser Branche keine Ausnahme, sondern eher die Regel ist.




