Private Markets wachsen rasant über institutionelle und Wealth-Kanäle hinweg, doch die operative Infrastruktur vieler Manager hält nicht Schritt. Joep Hamers und Tim Harvey von Citco erklären, warum operative Exzellenz zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil wird.
Private Markets wachsen rasant in Umfang, Reichweite und Komplexität, sagen Joep Hamers und Tim Harvey von Citco. Private Credit macht einen größeren Anteil institutioneller Portfolios aus. Infrastruktur expandiert in Bereiche wie erneuerbare Energien und Rechenzentren. Gleichzeitig werden Private-Markets-Produkte zunehmend auch für Private-Wealth-Investoren entwickelt. Die nächste Wettbewerbsphase hängt aus Sicht der Autoren weniger von der Kapitalbeschaffung ab als von Operating-Modellen, die komplexe Portfolios zuverlässig unterstützen können. Besonders bei Real Assets zeigt sich das deutlich: Eine Logistikimmobilie, ein Energieprojekt und ein Rechenzentrum im selben Portfolio können völlig unterschiedliche Eigentumsstrukturen, Finanzierungen und regulatorische Anforderungen haben.
Die Erwartungen der Investoren haben sich grundlegend verändert. Limited Partners wollen zunehmend einzelne Assets verstehen statt nur die Gesamtfondsperformance. Dazu zählen operative Kennzahlen, Verschuldung und nicht-finanzielle Daten. Das Problem liegt dabei oft nicht darin, ob die Information existiert. Entscheidend ist, ob sie konsistent gesammelt, geprüft und berichtet werden kann. Technologie und KI helfen dabei, lösen die Komplexität aber nicht allein. Bleibt die Datenverantwortung unklar oder unterscheiden sich Definitionen zwischen Teams, lässt ein zusätzliches Tool nur einen inkonsistenten Prozess schneller laufen. Die Autoren ziehen ein klares Fazit: Operative Exzellenz sei nicht länger eine reine Backoffice-Funktion, sondern werde zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil.




