EY zahlt über 100 Millionen Pfund im NMC-Health-Skandal

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May 21, 2026
22.05.2026
2 Minuten Lesezeit

Der Wirtschaftsprüfer legt den Rechtsstreit mit dem zusammengebrochenen Klinikbetreiber bei. Ursprünglich standen Forderungen von mehr als zwei Milliarden Pfund im Raum.

Skandal begann mit Shortseller-Attacke

NMC Health galt einst als Vorzeigeunternehmen. Der Klinikkonzern aus den Emiraten schaffte es in den britischen Leitindex FTSE 100. Dann deckte ein Leerverkäufer 2020 auf, wie fragil das Konstrukt war. Kurz darauf folgte der Zusammenbruch. Die britische Finanzaufsicht stellte später fest, dass das Unternehmen Anleger über seine wahre Verschuldung getäuscht hatte. Die Lücke zwischen offiziellen Zahlen und Realität betrug bis zu vier Milliarden Dollar.

Prüfer im Kreuzfeuer

Die Insolvenzverwalter nahmen EY ins Visier. Der Vorwurf: Die Wirtschaftsprüfer hätten bei ihren Kontrollen zwischen 2012 und 2018 riesige Schuldenberge übersehen. Die Forderung belief sich auf mehr als zwei Milliarden Pfund. EY wies die Anschuldigungen zurück und argumentierte, raffinierte Täuschungsmanöver hätten die Prüfer in die Irre geführt.

Einigung hinter verschlossenen Türen

Nun haben sich beide Seiten geeinigt. Laut Unterlagen beim britischen Handelsregister fließen rund 105 Millionen Pfund an die Insolvenzmasse. EY gibt keine Fehler zu, der Fall ist abgeschlossen. Ein Sprecher des Prüfungshauses bestätigte lediglich, dass kein Verfahren mehr anhängig sei. Die Verwalter von Alvarez & Marsal äußerten sich nicht zu Einzelheiten.

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